Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt unterstützt Jugendliche und andere Menschen ohne Einkommen aus dem Kreisgebiet, die am 12. und 13. April 2008 an einer von der VVN-BdA organisierten Bildungsfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald teilnehmen möchten. Auf dem Programm steht neben sachkundigen Führungen durch die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora auch die Teilnahme an der Gedenkfeier der ehemaligen Buchenwald-Häftlinge. Auf Initiative der „Fédération Internationale des Résistants“ werden in diesem Jahr mehr als 1000 junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern auf dem Ettersberg bei Weimar zusammenkommen. Dank der vom Bündnis gewährten Zuschüsse ist für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, die Mitfahrt zu einem ermäßigten Preis von 25,- Euro möglich. Dieser schließt die Busfahrt ab/bis Düren, Übernachtung in einer Jugendherberge in Weimar sowie Frühstück und ein Mittagessen ein. Weitere Information und Anmeldung per E-Mail: Dominik.Clemens@web.de. Anmeldeschluss ist der 12. März 2008.
Dürener Bündnis fördert Gedenkstättenfahrt
Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (5/2008)
Gesammelte Meldungen der letzten zwei Wochen zum Thema Rechtsextremismus.
Auch Jugendsport Wenau gibt Ausländerfeindlichkeit in ihrem Verein keine Chance
Landesligist Jugendsport Wenau I und Bezirksligist Wenau II beteiligen sich an der „Großen Fotoaktion“ gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass der Initiative „FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS“. Beide Trainer, Bernd Steinbusch vom Landesligisten und Holger Peters vom Bezirksligisten, stellten im Anschluß unmißverständlich klar, dass in ihren Mannschaften und im ganzen Verein Ausländerfeindlichkeit kein Thema ist und auch nie sein wird. Bernd Steinbusch zu Initiator Jo Ecker:“ Auch wenn es Rückschlage geben sollte, mache diese Aktion weiter, denn Haupteffekt aus dieser Aktion ist, dass über dieses brisante Thema in den Mannschaften und Vereinen gesprochen und diskutiert wird!“
Mittlerweile haben an dieser Fotoaktion schon über 50 Mannschaften und Abteilungen teilgenommen und weitere Anfragen wurden schon gestellt.
Unerwarteter Andrang: Die «Hölle» wird wiederholt
Veranstalter und Besucher waren gleichermaßen überrascht vom enormen Andrang bei der öffentlichen Präsentation der Dokumentation über die «Hölle im Hürtgenwald».
Der Film wurde am Sonntagnachmittag von der «Konejung Stiftung: Kultur» in Kooperation mit der Stadtbücherei Düren und dem Musik- und Veranstaltungsmanagement Düren auf einer Großleinwand im Theatersaal des Hauses der Stadt gezeigt. Da zum großen Bedauern auch der Veranstalter fast 200 andere Interessierte keinen Einlass mehr gefunden haben, wird der Film am Samstag, 19. April, um 16 Uhr an gleicher Stelle und in gleicher Form noch einmal gezeigt, wobei sich der Initiator und Drehbuchautor Achim Konejung erneut nach dem Film einer Diskussion mit Zuschauern und Zeitzeugen stellen wird. Der Eintrittspreis wird wiederum drei Euro betragen. (Quelle: AN)
Erinnern und Wachbleiben – Die Rückriem-Stelen in Düren
Seit Ende der 80er Jahre wurden in Düren an zehn Plätzen, mit Bezug zu Unrecht in der NS-Zeit, große Steinblöcke des inzwischen berühmten Bildhauers Ulrich Rückriem aufgestellt. Sie weisen auf Orte hin, wo zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft große Unrecht geschah und Menschen unsagbar gelitten haben. Vier dieser Stelen sind im engeren Stadtzentrum zu finden.
Am Sonntag, 18. Mai sollen ab 10.30 Uhr (Treffpunkt in der Schützenstraße neben dem neuen Parkhaus) die dortige Stele und die in der Wernersstraße, Oberstraße und am Amtgericht besucht werden. Zwei Mitglieder der Geschichtswerkstatt (Bernd Hahne, Ludger Dowe) werden zu der Gesamtkonzeption von Rückriem und dem jeweiligen geschichtlichen Hintergrund der vier Stelen informieren. –
Das Entgelt von 5,– € kommt der Arbeit der Geschichtswerkstatt zugute. Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Hinweis: „Die Deportation der Dürener Juden während des Nationalsozialismus“
Bernd Hahne M.A., Historiker, Vorsitzender der Dürener Geschichtswerkstatt (Bündnismitglied) wird am Donnerstag, 6. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei im Haus der Stadt erstmals seine Forschungsergebnisse über das System der Deportationen der Dürener Juden vorstellen. Es geht vor allem um drei Transporte im März, Juni und Juli von Düren nach Polen. Hahne geht den Verbrechen und ihren Umständen auch anhand der Einzelschicksale von jüdischen Menschen in Düren nach. – Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei.
Bericht des Arbeitskreis Kultur und Sport
Unsere Arbeitsgruppe traf sich von März bis zum Spätherbst fünf Mal. Da die Themen Sport und Kultur nur bedingt miteinander zu tun haben und das Interesse nicht bei allen für beide Bereiche da war, behandelten wir bei unseren Treffen erst das Thema Sport und dann Kultur.
Begrüßung zur Vollversammlung des Bündnisses am 8.2.2008
Im Folgenden der Begrüßungstext den Susanne Rössler angesichts unseres Treffens am 8.2.08 in der Christuskirche verlesen hat: Weiterlesen
Argumentationstrainig gegen rechte Parolen
Unter dem Titel „ Argumentationstrainig gegen rechte Parolen“ lädt die VHS am Samstag, 23. Februar, von 10 bis 16 Uhr zu einem Kompaktseminar: Wer kennt sie nicht, die Situation – im Betrieb oder in der Schule beispielsweise. Den ganzen Tag läuft alles gut. Doch dann in der Pause erklärt einer lauthals, dass die Ausländer bei uns an der Arbeitslosigkeit schuld seien und schleunigst das Land verlassen sollten. Man will nicht, dass es zum Krach kommt. Dann aber, zu Hause, allein, kommen die Überlegungen: Hätte ich nicht doch deutlicher etwas dagegen setzen müssen? Hätte ich das überhaupt gekonnt? Das Argumentationstraining will helfen, in Zukunft solche Situationen besser zu bewältigen. Es möchte zu beherztem Handeln ermutigen, aber auch die Grenzen verbalen Engagements aufzeigen. Es soll helfen, Partei zu ergreifen für Aufklärung, Toleranz und Humanität und wendet sich gegen alle Formen von Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus. Kostenbeitrag: 5 Euro. (Quelle: VHS-Info via Klarmann)
Buch: Unter Glatzen
Aus dem Klappentext: Christiane Tramitz hat am eigenen Leib erfahren, wovon wir sonst nur in der Zeitung lesen: Was es heißt, plötzlich Skinheads gegenüberzustehen.
1995 begann die Psychologin und Pädagogin Christiane Tramitz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut das Verhalten rechtsorientierter Jugendlicher zu erforschen. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts des Bundesinnenministeriums zum Thema Rechtsextremismus, unterstützt von der Volkswagen- Stiftung, hatte sie eine Jahr lang über hundert Begegnungen mit Skinheads. In diesem Buch schildert sie ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Ihre Reise mit einem 38- seitigen Fragebogen quer durch Republik führt sie in Gefängnisse und Kneipen, Amtsgerichte und Wohnungen. Und sie beobachtet bei den langen und intensiven Interviews mit diesen- ausschließlich männlichen- Jugendlichen auch bei sich selbst die Auswirkungen der Erzählungen über Gewaltexzesse und Brutalität.
Ein unwissenschafltliches, emotionales und sehr subjektives Buch- ohne jeden Anspruch auf Verallgemeinerung- der Autorin fehlt es hierfür an Distanz. Aber ein Buch, das vielleicht eine Ahnung einer Erklärung über das Phänomen des Rechtsextremismus erwachsen lässt. Leider wird die Situation der Opfer rechtextremer Gewalt völlig ausgeblendet. Und trotzdem ein empfehlenswertes Buch für die Hypothese, dass Gewalt immer auch neue Gewalt erzeugt.
Vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. für Jugendliche ab 16 Jahren empfohlen.
