„Ich habe nichts gegen Juden, aber…“

Ein Hinweis via Störungsmelder:

Eine schon vor einiger Zeit veröffentlichte Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung zeigt, dass bei vielen 13 – 19jährigen Vorurteile gegenüber Juden vorhanden sind. Diese Vorurteile führen häufig zu offen antisemitischen Einstellungen, so lautet das erschreckende Ergebnis der Untersuchung.

Irgendwas müsse doch faul sein an den Juden, sonst hätte man sie im Dritten Reich doch nicht verfolgt – so oder ähnlich argumentieren erstaunlich viele der befragten Jugendlichen. Obwohl die meisten Jugendlichen wenig Kontakt zu jüdischen Altersgenossen haben, werden sie von vielen als eigenständige nationale Gruppe wahrgenommen, weshalb sie von einem Teil der Befragten nicht als gleichberechtigt gesehen werden: Die Aussage „Die in Deutschland lebenden Juden sollten in allen Bereichen die gleichen Rechte haben wie die übrigen Deutschen.“ lehnten demnach 23 % der Jugendlichen ab! Das Stereotyp vom „reichen Juden“ sei ebenfalls noch sehr weit verbreitet, obwohl die meisten überhaupt keine jüdischen Menschen in ihrem Bekanntenkreis haben.
Die Studie gibt hilfreiche Ansatzpunkte für die (Bildungs-)Arbeit gegen den erschreckend hohen Antisemitismus unter Jugendlichen. Lest doch mal rein!

Die Studie steht hier als PDF zum Download.

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Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (6/2008)

Gesammelte Meldungen zum Thema Rechtsextremismus der letzten Woche.

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Aus der Kriminalitätsstatistik NRW 2007

Im Kriminalitätsbericht der Polizei NRW für das Jahr 2007 gibt es einen Satz, der hier ganz besonders festgehalten werden soll – als Beispiel dafür wie wenig manche Sprüche mit der Realität zu tun haben:

Damit sank der Anteil der Nichtdeutschen an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen
erneut und verringerte sich von 22,4 % im Jahr 2006 auf 21,6 % im Jahr 2007.

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Erneut „Konzert“ in Düren?

Der Kreis Düren kommt scheinbar auch 2008 nicht zur Ruhe: Der Journalist Klarmann berichtet in seinem Blog, dass der NPD-Kreisverband Düren scheinbar plant, demnächst ein Konzert in Düren zu veranstalten. Hierbei soll es sich nicht bloss um einen Aufguss der bisher bekannten „Balladenabende“ handeln, sondern man hat scheinbar „szeneninterne Prominenz“ gewonnen: Der unter dem Namen „Lunikoff“ bekannte und erst vor kurzem aus der Haft entlassene Musiker soll auftreten, was für sehr grossen Besicherandrang sorgen dürfte. Angeblich ist der 15.3.08 avisiert, erfahrungsgemäß ist es wahrscheinlich, dass der endgültige Termin leicht variieren wird. Zu „Lunikoff“ finden sich beim NPD-Blog hier einige Texte.

Diese Meldung ist für die gesamte Region Düren von Interesse, speziell auch für Gemeinden wie Langerwehe, da hier mit Pendlerverkehr zu rechnen ist auf den sich Bürger und Polizei einstellen müssen.

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Dürener Bündnis fördert Gedenkstättenfahrt

Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt unterstützt Jugendliche und andere Menschen ohne Einkommen aus dem Kreisgebiet, die am 12. und 13. April 2008 an einer von der VVN-BdA organisierten Bildungsfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald teilnehmen möchten. Auf dem Programm steht neben sachkundigen Führungen durch die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora auch die Teilnahme an der Gedenkfeier der ehemaligen Buchenwald-Häftlinge. Auf Initiative der „Fédération Internationale des Résistants“ werden in diesem Jahr mehr als 1000 junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern auf dem Ettersberg bei Weimar zusammenkommen. Dank der vom Bündnis gewährten Zuschüsse ist für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern, die die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, die Mitfahrt zu einem ermäßigten Preis von 25,- Euro möglich. Dieser schließt die Busfahrt ab/bis Düren, Übernachtung in einer Jugendherberge in Weimar sowie Frühstück und ein Mittagessen ein. Weitere Information und Anmeldung per E-Mail: Dominik.Clemens@web.de. Anmeldeschluss ist der 12. März 2008.

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Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (5/2008)

Gesammelte Meldungen der letzten zwei Wochen zum Thema Rechtsextremismus.

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Auch Jugendsport Wenau gibt Ausländerfeindlichkeit in ihrem Verein keine Chance

JS Wenau - Fotos gegen RechtsLandesligist Jugendsport Wenau I und Bezirksligist Wenau II beteiligen sich an der „Großen Fotoaktion“ gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass der Initiative „FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS“. Beide Trainer, Bernd Steinbusch vom Landesligisten und Holger Peters vom Bezirksligisten, stellten im Anschluß unmißverständlich klar, dass in ihren Mannschaften und im ganzen Verein Ausländerfeindlichkeit kein Thema ist und auch nie sein wird. Bernd Steinbusch zu Initiator Jo Ecker:“ Auch wenn es Rückschlage geben sollte, mache diese Aktion weiter, denn Haupteffekt aus dieser Aktion ist, dass über dieses brisante Thema in den Mannschaften und Vereinen gesprochen und diskutiert wird!“

Mittlerweile haben an dieser Fotoaktion schon über 50 Mannschaften und Abteilungen teilgenommen und weitere Anfragen wurden schon gestellt.

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Unerwarteter Andrang: Die «Hölle» wird wiederholt

Veranstalter und Besucher waren gleichermaßen überrascht vom enormen Andrang bei der öffentlichen Präsentation der Dokumentation über die «Hölle im Hürtgenwald».

Der Film wurde am Sonntagnachmittag von der «Konejung Stiftung: Kultur» in Kooperation mit der Stadtbücherei Düren und dem Musik- und Veranstaltungsmanagement Düren auf einer Großleinwand im Theatersaal des Hauses der Stadt gezeigt. Da zum großen Bedauern auch der Veranstalter fast 200 andere Interessierte keinen Einlass mehr gefunden haben, wird der Film am Samstag, 19. April, um 16 Uhr an gleicher Stelle und in gleicher Form noch einmal gezeigt, wobei sich der Initiator und Drehbuchautor Achim Konejung erneut nach dem Film einer Diskussion mit Zuschauern und Zeitzeugen stellen wird. Der Eintrittspreis wird wiederum drei Euro betragen. (Quelle: AN)

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Erinnern und Wachbleiben – Die Rückriem-Stelen in Düren

Seit Ende der 80er Jahre wurden in Düren an zehn Plätzen, mit Bezug zu Unrecht in der NS-Zeit, große Steinblöcke des inzwischen berühmten Bildhauers Ulrich Rückriem aufgestellt. Sie weisen auf Orte hin, wo zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft große Unrecht geschah und Menschen unsagbar gelitten haben. Vier dieser Stelen sind im engeren Stadtzentrum zu finden.

Am Sonntag, 18. Mai sollen ab 10.30 Uhr (Treffpunkt in der Schützenstraße neben dem neuen Parkhaus) die dortige Stele und die in der Wernersstraße, Oberstraße und am Amtgericht besucht werden. Zwei Mitglieder der Geschichtswerkstatt (Bernd Hahne, Ludger Dowe) werden zu der Gesamtkonzeption von Rückriem und dem jeweiligen geschichtlichen Hintergrund der vier Stelen informieren. –

Das Entgelt von 5,– € kommt der Arbeit der Geschichtswerkstatt zugute. Voranmeldung ist nicht erforderlich.

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Hinweis: „Die Deportation der Dürener Juden während des Nationalsozialismus“

Bernd Hahne M.A., Historiker, Vorsitzender der Dürener Geschichtswerkstatt (Bündnismitglied) wird am Donnerstag, 6. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei im Haus der Stadt erstmals seine Forschungsergebnisse über das System der Deportationen der Dürener Juden vorstellen. Es geht vor allem um drei Transporte im März, Juni und Juli von Düren nach Polen. Hahne geht den Verbrechen und ihren Umständen auch anhand der Einzelschicksale von jüdischen Menschen in Düren nach. – Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenfrei.

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