Auf die Straße gegen den AfD Bundesparteitag in Essen 28. -30. Juni 2024

Vom 28. bis 30. Juni 2024 will die AfD in der Grugahalle Essen – im Herzen des Ruhrgebiets – ihren Bundesparteitag abhalten. Lassen wir nicht zu, dass die AfD unwidersprochen ihren Rassismus verbreitet!

Unter: https://gemeinsam-laut.de/?lang=de#aufruf gibt es einen Aufruf zu Protesten, der ereits von 190 Organisationen und 1189 Personen unterzeichnet wurde.

Wir, das „Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ unterstützen die in Essen geplanten Proteste auf der Grundlage dieses Aufrufs.

Alle demokratischen Kräfte aus Düren und Umgebung rufen wir auf, kommt mit nach Essen, um mit uns gemeinsam an einer oder mehreren der folgenden Aktionen gegen den Parteitag der AfD teilzunehmen:

Samstag, den 29.06.2024

Ab 6 Uhr Demonstrationen und massenhaftes Widersetzen
Ab 8 Uhr Kundgebung
Ab 10 Uhr Großdemonstration
Ab 14 Uhr Bühnenprogramm
Ab 17 Uhr Konzerte

Bei entsprechender Resonanz werden wir einen Bus für die gemeinsame Hin- und Rückfahrt bereitstellen.

Sollte sich wegen zu geringer Teilnahme ein Bus nicht rentieren müssten Mitfahrgemeinschaften mit PKWs bzw. Bahnreise mit Gruppenticket organisiert werden.

Nähere Informationen demnächst auf der Seite des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt: https://www.duerener-buendnis.de/

Es gibt zwei Möglichkeiten nach Essen zu fahren:
1. Hinfahrt 4 Uhr ab Bahnhof Düren Nordausgang: für Teilnehmer an den widersetzen Aktionen.
2. Hinfahrt 6 Uhr ab Bahnhof Düren Nordausgang: für Teilnehmer an der Kundgebung und der Demonstration.
Rückfahrt 19.00 Uhr

Aus organisatorischen Gründen ist es notwendig sich bis spätestens am 22.06.2024 unter: sprecherkreis@duerener-buendnis.de. anzumelden.

Aufruf des Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Essen“:

Auf die Straße gegen den AfD Bundesparteitag in Essen

Rassismus, Antisemitismus, Islam- und Queer-Feindlichkeit sowie andere Arten der Diskriminierung sind international auf dem Vormarsch. In Deutschland verschiebt die AfD die Grenzen des Sagbaren und politisch Machbaren immer weiter nach rechts. Sie verbreitet in den Parlamenten ihre Hetze und ermutigt rechte Straßenbewegungen und Gewalttäter:innen.

Jahrelang wurde die AfD verharmlost und konnte sich dadurch im öffentlichen Raum etablieren. Doch die AfD ist nicht „normal“. Sie ist eine im Kern faschistische Partei – Als parlamentarischer Arm des rechten und rassistischen Terrors ist sie eine Brücke zwischen Neonazis, rechtskonservativen und rechtslibertären Kräften. Die AfD ist antidemokratisch und eine ernsthafte Gefahr für die gesamte Gesellschaft, insbesondere für alle, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.

Der Faschist Björn Höcke dirigiert bereits die Partei. Er und sein formal aufgelöster, offen faschistischer „Flügel“ dominieren das Programm der AfD. Bei den Personalabstimmungen auf ihrem Parteitag in Essen planen Höcke & Co. nun den nächsten Schritt zur innerparteilichen Machtübernahme. Zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte besteht mit der AfD die Gefahr der dauerhaften Etablierung einer faschistischen Massenpartei.

Mit ihrem Parteitag in Essen will die AfD für die drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September dieses Jahres Anlauf nehmen. Bei allen Wahlen rechnet sich die Partei mit ihren jeweils rechtsextremen Kandidat*innen gute Chancen auf Zugewinne aus. Ein starker Protest gegen den Bundesparteitag in Essen ist deshalb auch ein wichtiger Beitrag der Solidarität mit allen, die sich in diesen drei Bundesländern der AfD entgegenstellen.

Dass die AfD ihren Bundesparteitag ausgerechnet im Ruhrgebiet plant, ist eine Kampfansage an eine Region, die seit über 200 Jahren von Migration geprägt ist. Das lassen wir nicht unwidersprochen: Es ist an der Zeit, die breite, antirassistische Mehrheit zu mobilisieren, denn der Kampf gegen die AfD geht uns alle an. Gemeinsam stellen wir uns Hass und Hetze und der AfD entgegen.

Wir lassen nicht zu, dass Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht werden. Unsere Alternative ist Solidarität! Wir werden weiterhin Menschen, die vor Verfolgung, Krieg, Hunger und Not flüchten, mit offenen Armen empfangen, denn Asyl ist Menschenrecht. Wir setzen uns für eine inklusive Gesellschaft ein, in der alle, unabhängig von Glauben, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft und sozialem Status gleichberechtigt, frei und ohne Angst leben können. Wir machen uns stark für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen. Wir stehen ein für die Freiheit von Wissenschaft, Kultur und Medien. Wir erinnern an die Verbrechen des NS-Regimes und werden das Gedenken an dessen Opfer aufrechterhalten. Wir laden alle Menschen im Ruhrgebiet und aus dem ganzen Bundesgebiet ein, mit uns zusammen ein klares Zeichen gegen die AfD zu setzen: Schließt euch den Protesten an und geht am letzten Juni-Wochenende mit uns auf die Straße! – Gegen die AfD und für ein gutes Leben für alle Menschen!

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„5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 01.06.2024

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

heute dürfen wir, die Friedensgruppe Düren zu euch sprechen. Dafür bedanken wir uns bei den Veranstaltern.

Auslöser für unsere wöchentlichen Zusammenkünfte, hier vor dem Rathaus, war die bundesweite Empörung über eine Veranstaltung in Potsdam, an welcher die Abschiebung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund geplant wurde. In Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland heißt es „ Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. An derselben Stelle wird ausdrücklich festgeschrieben, dass niemand wegen seiner Heimat und Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden darf.

Die in Potsdam diskutierten Ausbürgerungen und Abschiebungen sind nicht nur empörend und zutiefst unmenschlich, es handelt sich dabei um einen eindeutigen Verstoß gegen unsere Verfassung. Schon einmal in unserer Geschichte wurde Recht und Gesetz gebrochen und eine grausame Willkürherrschaft errichtet. Einige hundert Meter von hier entfernt, erinnert vor dem Amtsgericht eine von zehn Rückriem-Stelen an diese dunkle Zeit.

Demokratie und Rassismus vertragen sind nicht. Ganz im Gegenteil, bei der Verteidigung demokratischer Grundrechte freuen wir uns über jede Unterstützung durch unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Demokratie und Militarismus vertragen sich ebenfalls nicht. Kasernenhofdisziplin und freie Meinungsäußerung passen nicht zusammen. Militarismus ist in der Regel mit einem Männlichkeitskult verbunden. Ich zitiere: „Der deutsche Junge der Zukunft muss schlank und rank sein, flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl.“ so formulierte es Adolf Hitler 1935; „Es wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich …“ Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Leider hält ein Bodensatz unserer Gesellschaft immer noch an längst überholten toxischen Männlichkeitsidealen fest. Viele davon befinden sich in der AfD; natürlich findet man sie auch in anderen Parteien. Auffällig viele Mandatsträger der AfD waren früher Berufs- oder Zeitsoldaten. So hatte im letzten Bundestag fast jeder 6. AfD-Abgeordnete einen militärischen Hintergrund, 14 von damals insgesamt 91 Abgeordneten. Zum Beispiel Jan Nolte, ehemals Oberbootsmann der Bundesmarine und jetzt Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestags. Bei seinem Abschied von der Bundeswehr sagte er „Ich bin der Bundeswehr für Vieles dankbar. Vor allem aber dafür, dass sie mich Werte gelehrt hat, die außerhalb unserer Kasernen fast vergessen sind: Treue, Aufrichtigkeit, Mut und Härte gegen sich selbst.“ Da ist es wieder „Hart wie Kruppstahl“. Statt in der Bundeswehr will er jetzt sein Vaterland im Parlament verteidigen; Zitat: „Gegen eine verantwortungslose Politik, die es von innen erodiert und seine Zukunft bedroht“.

Verantwortungslos liebe Bürgerinnen und Bürger, ist die Politik von AfD-Abgeordneten, wenn sie wie Hans-Rüdiger Lucassen die atomare Bewaffnung Deutschlands fordern. Herr Lucassen, ehemals Oberst der Bundeswehr ist heute verteidigungspolitischer Sprecher der AfD im Bundestag. Sein Wahlkreis liegt übrigens in der Nachbarschaft, in Euskirchen. Herr Lucassen sitzt ebenfalls für die AfD im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags.

Ein weiterer seiner Kollegen im Verteidigungsausschuss ist Hannes Gnauck, Oberfeldwebel der Bundeswehr und Vorsitzender der rechtsextremen ‚Jungen Alternative‘. Auch Herr Gnauck fordert die atomare Bewaffnung der Bundeswehr. Vor 2 Wochen (am 15.05.2024) wurde dessen Immunität als Bundestags-Abgeordneter, wegen eines Disziplinarverfahrens der Bundeswehr gegen ihn, aufgehoben. Er soll während seiner Zeit bei der Bundeswehr gegen Asylbewerber und Ausländer gehetzt haben. Auch der ehemalige Berufssoldat und Oberst der Reserve Gerold Otten sitzt für die AfD im Verteidigungsausschuss. Qualifiziert hat er sich durch 20 Jahre Tätigkeit beim Rüstungsunternehmen Airbus Defence and Space, unter anderem als „Eurofighter Sales Director“.

Neben Atomwaffen forderte am 4. April der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Herr Lucassen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, vermutlich als Schule der Nation. Bedauerlicherweise steht die AfD nicht alleine mit dieser Forderung.

Stimmen aus Regierung und Opposition blasen in das gleiche Horn, genannt seien hier Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Verteidigungsminister Boris Pistorius. Wir sollen wieder ‚kriegstüchtig‘ werden, hören wir aus dem Mund verschiedener Militaristen. Konsequenterweise fordern sie mehr Präsenz der Bundeswehr an Schulen. Zur Forderung unserer Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, junge Menschen an den Schulen auch auf einen Kriegsfall vorzubereiten, fällt der bildungspolitischen Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Nicole Höchst nicht mehr ein, als die Frage, wie genau Schülerinnen und Schüler dann auf ein Verhalten im Ernstfall trainiert werden sollen, wenn es nicht ausreichend Bunker und Zivilschutzräume an den Schulen gibt.

Zur Europawahl plakatiert die AfD eine Friedenstaube mit dem Spruch „Frieden schützen“.

Das ist doch nachgerade zynisch, wenn eine durch und durch militaristische Partei, wie die AfD mit „Frieden“ wirbt und gleichzeitig Aufrüstung und Kriegsübungen von Jugendlichen befürwortet.

Militarismus tötet Demokratie und verhindert Frieden. Wir weisen Militaristen und jegliche Kriegstreiberei zurück. Wählt Frieden bei den kommenden Wahlen und noch wichtiger; engagiert euch weiter so.

Fragen zum Nachdenken

Wie verträgt sich deiner Meinung nach Kasernendisziplin mit freier Meinungsäußerung?
Wie stehst du zur Wehrpflicht?
Was hältst du von der Atomaren Bewaffnung Deutschlands?
Wie geht es dir, wenn die Eurofighter über unsere Köpfe donnern?
Was sagen deine Kinder zu Unterrichtsunterbrechungen durch Fluglärm?

Die gute Nachricht Bürgermeister Frank Peter Ullrich setzt, als Mitglied des Netzwerks Bürgermeister für den Frieden, die Tradition seines Vorgängers fort und erinnert jeden 8. Juli, an die Feststellung des Internationalen Gerichtshofes, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Als Dürener Bürgermeister für den Frieden ist er mit weltweit mehr als 8.000 Stadtoberhäuptern verbunden. Am 3. Juli 2019 hat sich der Rat der Stadt Düren dem ICAN-Städteappell angeschlossen. Gemeinsam mit inzwischen 142 Städten in Deutschland begrüßt der Rat den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen und fordert die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.

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„5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 18.05.2024

Rede von Lucas Eugster zum Thema: „Diskriminierung – Hass im Netz und Leben“

Sehr geehrte Mitmenschen,
Liebe Freunde und Bekannte,

Ich freue mich sehr das sie heute so zahlreich erschienen sind. Für all jene, welche mich noch nicht kennen möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Lucas, bin 16 Jahre alt und engagiere mich nun mehr seit über 1,5 Jahren in der Initiative Jugend vs. Diskriminierung, einen Zusammenschluss aus Jugendlichen, mit Unterstützung von Pädagog:innen und Politiker:innen, welcher sich gegen Diskriminierung einsetzt und das Ziel hat opfern einen Zugang zu Hilfsangeboten zu bieten und ein Bewusstsein für Diskriminierung zu schaffen. Heute bin ich hier um über das Thema: „Diskriminierung – Hass im Netz und Leben“ zu erzählen.

Sie alle, mich eingeschlossen wurden schon einmal Diskriminiert! Egal ob bewusst oder unbewusst, der aktuelle Stand ist leider: Diskriminierung ist überall! Im Netz und in der Realität! Zunächst schauen wir uns doch das reale Leben an. Von dummen Sprüchen, wie „Du Asylant, Scheiß Schwuchtel oder Zecke“ bis hin zu gewalttätigen Übergriffen, oft genug mit Todesfolge.

Diskriminierung ist gefährlich und bedrohlich! Sie beschädigt unsere mentale und teil- weise auch physische Gesundheit, sie sorgt für Depressionen, Essstörungen, Burn out´s und vielen mehr. Doch was können wir tun? Einschreiten! Ob nur ein dummer Blick wenn ihnen Diskriminierung auffällt oder ein aktives Einschreiten, es bewirkt etwas! Wir können nur etwas ändern wenn wir laut statt leise sind! Ich bitte sie inständig etwas zu tun und Diskriminierung nie stehen zu lasse, dies ist unsere menschliche Pflicht!

Nun möchte ich mich heute aber mehr mit Diskriminierung im Netz befassen, einen Thema das für viele für sie vielleicht Neuland ist, bestimmt aber hoch interessant. Bevor ich ihnen nachher ein paar Tipps und Tricks an die Hand gebe wie sie mit Diskriminierung im Netz umgehen könne, möchte ich ihnen zunächst 3 Beispiele aus 3 verschiedene „sozialen“ Medien präsentieren, welche sie hoffentlich Schocken und mahnen wie gefährlich Diskriminierung im Netz ist.
Beispiel 1, von der vor allem bei jungen Menschen beliebten und von radikal-extremen vereinnahmten Plattform TikTok: Ein übergewichtiger Mann postet Videos über seinen Alltag und seine Fortschritte im Kampf gegen eine Essstörung, an welcher er leidet. Nicht lange muss man warten, so tauchen die „Hater“ auf und machen ihn aufs übelste Runter, ganz klar eine Diskriminierung! Nach monatelanger Schikane wird es zu viel, der Mann begeht einen Selbstmordversuch, welchen er glücklicherweise überlebt und er wird Schwerverletzte in ein Krankenhaus gebracht. Mittlerweile befindet er sich in Therapie und ist auf den Weg zur Besserung.
Beispiel 2, von der oftmals genutzten App Instagram: Eine Familie mit den Down-Syndrom postet gewöhnliche Videos über ihren Alltag. Nicht lange muss man warten bis Kommentare wie zum Beispiel: „Benutzt Kondome“, „Tötet euch“ oder „Reproduzieren verboten“ erscheinen. Das alles ist ein zu großer Psychischer Stress, er endet im gemeinschaftlichen Selbstmord von: Mutter, Vater und 4 Kindern. Sie alle haben die Welt verlassen müssen, aufgrund von Diskriminierung!
Beispiel 3, von Elon Musk´s App „X“ oder besser gesagt: Twitter: Ein geistig behinderter, Dunkelhäutiger „Sonderschüler“ postet regelmäßig seine Erlebnisse im Alltag mit einer Behinderung. Natürlich konnten da die „Hater“ nicht widerstehen Hass und Hetze zu verbreiten, für den Jungen endete es in der Psychiatrie.

Ich hoffe diese Bespiel haben ihnen gezeigt, dass Diskriminierung im Netzt oftmals gefährlicher ist, als in der Realität, da sich online mehr Menschen trauen etwas zu äußern als in einer realen Konversation. Nun aber möchte ich ihnen ganz praktische Tipps mitgeben, wie sie reagieren können, falls sie in den „sozialen“ Medien unterwegs sind.
1. Natürlich, diskriminierende Videos oder Kommentare niemals Liken!
2. Bitte auch nicht kommentieren und etwas entgegen setzen, auch wenn es erstmal kurios erscheint und man sich fragen mag: Warum soll ich dem nichts entgegen setzten? Jeder Kommentar etc. Beflügelt den Algorithmus und verbreitet so diese Diskriminierung!
3. Melden sie diesen Inhalt bei den jeweiligen Plattformen, meist geht das einfach über einen Button in den Optionen. Es kann ermüdend sein, aber vielleicht vermindern sie so Diskriminierung!
4. Falls sie den Drang haben mehr zu tun: erstellen sie Rechtssichere Screenshots, auch Bildschirmfotos genannt, auf denen der diskriminierende Inhalt zu sehen ist, sowie der Name des Accounts und das Datum. Dann können sie diese bei der Polizei, auch online einreichen oder sich an Beschwerdestellen wenden, diese prüfen weitere Schritte.

    Bitte sprechen sie auch unbedingt mit ihren Kindern und Enkeln über die Gefahren im Netzt und beachten die Altersbeschränkungen der „sozialen“ Medien, sie liegen bei TikTok, Facebook, Instagram, WhatsApp und Snapchat bei 13 Jahren! YouTube liegt bei 18 Jahren, die Nutzung unter 18 Jahren ist jedoch mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten gestattet, gleiches gilt für Spotify und Netflix!

    Ich hoffe ich konnte ihnen heute weiterhelfen und sie aufklären zum Thema Diskriminierung, eine bitte habe ich aber noch an sie: am 22. Mai ist mein Geburtstag, mein Wunsch an sie wäre: tuen sie an diesen Tag etwas gegen Diskriminierung, egal ob online oder in der Realität.

    Nun möchte ich zum Abschluss kommen und mich erst einmal für ihre Aufmerksamkeit bedanken und dafür, dass ich heute hier reden durfte. Falls sie Fragen oder Interesse zu der initiative Jugend vs. Diskriminierung haben, oder generell sie das Thema Diskriminierung interessiert, sprechen sie mich gerne jederzeit an!

    Vielen Dank, Düren!

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    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 11.05.2024

    Als alle Waffen am 8. Mai 1945 schweigen, sind weltweit mehr als 60Millionen Opfer zu beklagen. Mehr als 6 Millionen europäische Jüdinnen und Juden sind ermordet worden, hunderttausende Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Menschen mit bestimmten Krankheiten und/oder Behinderungen sowie andere Minderheiten sind verfolgt und getötet worden.

    Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 setzt dem Grauen ein Ende – zumindest in Europa, im pazifischen Raum kapituliert die japanische Führung erst nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945.

    Vier Jahre später, am 8. Mai 1949, wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland im parlamentarischen Rat verabschiedet. Nachdem die Militärregierungen der westlichen Besatzungszonen das Grundgesetz genehmigt hatten, wurde es am 23. Mai 1949 feierlich in einer Sitzung des parlamentarischen Rates verkündet. Die sogenannten „Mütter und Väter“ des Grundgesetzes haben nach all dem Krieg und Leid optimistisch in die Zukunft geschaut und diesem Land eine freiheitlich-demokratische Verfassung gegeben.

    Das sind die Daten. Doch was bedeutetdas Grundgesetz heute für uns, für uns als Gesellschaft und für jede und jeden einzelnen von uns?

    Im Grundgesetz stehen die wichtigsten Regeln für das Zusammenleben hier in Deutschland. Zum Beispiel wird bestimmt, dass jeder Mensch hier vor dem Gesetz gleich ist. Jede Person ist frei, solange sie die Freiheit einer anderen Person nicht verletzt. Meinungsfreiheit und Versammlungsrecht werden im Grundgesetz garantiert – ohne dieses Gesetz könnten wir heute hier nicht stehen!

    Alle Gesetze, die in Deutschland erlassen werden, müssen mit dem Grundgesetz vereinbar sein, d.h. verfassungswidrige Gesetze können nicht in Kraft treten. Sehr gut! Denn so wird sichergestellt, dass die Würde des Menschen unantastbar bleibt, wie in Artikel1 des Grundgesetzes formuliert.

    Um viele im Grundgesetz verankerte Rechte, die uns hier in Deutschland selbstverständlich erscheinen, beneiden uns Menschen in anderen Ländern, sie beneiden uns um die Freiheit und das Funktionieren unserer Demokratie.

    Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass dieses 75 Jahre alte Grundgesetz immer wieder gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen verteidigt werden muss. Der Erhalt der Demokratie ist auf die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger und ihr aktives Eintreten für die Demokratie angewiesen. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen Demokratie bewahren, indem wir Extremismus entgegentreten, wir müssen denjenigen widersprechen, die den Rechtsstaat und die Demokratie in Frage stellen und untergraben wollen.

    Die AfD ist eine demokratiefeindliche und europafeindliche Partei, allerdings ist die demokratische Bundesrepublik lt. §23 des GG dazu angehalten, europafreundlich zu handeln, Europa zu entwickeln und zu verteidigen im Sinne einer Freiheits- und Wertegemeinschaft.

    Die Pläne der AfD Europa betreffend sind also verfassungswidrig! Dagegen wehren wir uns!

    Demokratie kann anstrengend und langwierig sein, sie lebt von Kompromissen, die Menschen gemeinsam aushandeln. Politik wird nicht von „denen da oben“ gemacht, sondern von uns, von uns allen, Demokratie ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

    Deshalb lasst uns gemeinsam gegen den Druck der Rechtsextremen, gegen Hetze und Gewalt zusammenstehen!
    Lasst uns weiter auf die Straße gehen für Demokratie, für Gleichheit und für Toleranz!
    Wir sagen: Bis hierhin und nicht weiter!
    Wir gehen am 9. Juni wählen!
    Wir wählen die Demokratie!
    Wir wählen Europa, denn wir sind Europa!

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    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 04.05.2024

    Es steht schlecht um unsere Demokratie, es gibt vor allem Gefahren von Rechts.

    Die Unzufriedenheit mit den bisherigen politischen Entscheidungen

    und die ständigen Querelen der Regierungsparteien untereinander haben laut Umfragen der AFD starken Zulauf gebracht.

    Deshalb gibt es seit einigen Wochen dieses Zusammenkommen hier auf dem Marktplatz unter dem Motto: 5 vor 12

    Es ist 5 vor 12

    Es steht auch schlecht um unsere Erde.

    Was wir im Moment erleben ist Wetter und die Regenmengen von z.B. 88 l je qm im Kreis Euskirchen sind Extremereignisse. Wenn diese Extremereignisse sich aber häufen, so

    dass sogar schon hier die Wälder abgeholzt werden müssen,

    dass neue Baumarten gepflanzt werden und

    dass Landwirte ihre Produktion umstellen,

    dann ist das eine Folge des Klimawandels.

    1972 hat es ein Gutachten des Club of Rome gegeben „die Grenzen des Wachstums“. Das hat für Aufregung gesorgt, auch und vielleicht vor allem bei den Erdölgiganten. Shell, exon valdex und Esso haben Gutachten in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen ihres wirtschaftlichen Handels zu untersuchen. Die Ergebnisse waren wohl verhehrend und haben bei ihnen zu 3 Reaktionen geführt:

    1. Strikte Geheimhaltung wurde verordnet

    2. Die Erölbohrinseln wurden umgeplant und höher gebaut wegen des ansteigenden Meeresspiegel

    3. Milliardenschwere Lobbyarbeit mit Falschmeldungen wurde begonnen.

    Das Pariser Klimaabkommen hat 2015 festgelegt – und Deutschland hat dies auch unterschrieben – dass sich bis zum Ende des Jahrhunderts die durchschnittliche Temperatur um max. 2 Grad besser um max. 1,5 Grad erhöhen darf – bezogen auf das langjährige Mittel bis 1990, – damit sich unsere Lebensgrundlagen nicht drastisch verschlechtern.

    Im letzten Jahr waren die Temperaturen weltweit schon um 1,48 Grad und in Deutschland sogar um 1,8 Grad höher! Wir hatten vorgestern in Deutschland den Überlastungstag, das bedeutet, dass wir am 2. Mai alle Ressourcen schon aufgebraucht haben, die im ganzen Jahr wieder geschaffen werden können.

    Was bedeutet es, dass wir so ausbeuterisch mit unserer Erde umgehen?

    Dürren nehmen zu

    Extremregenereignisse nehmen zu

    Das Eis auf den Polkappen und z.B. auf Grönland schmilzt

    Die Gletscher schmelzen – In der Schweiz wird es in 30 Jahren keinen mehr geben

    Der Meeresspiegel steigt, Inselstaaten werden verschwinden, Land und Städte werde überschwemmt werden – auch an Ost- und Nordsee.

    Menschen werden ihre Heimat verlassen und fliehen müssen, wenn sie überleben wollen. Wir müssen uns also auf eine Flüchtlingswelle unbekannten Ausmaßes einstellen.

    So hohe Meerestemperaturen wie im Moment hatte die Wissenschaft eigentlich für die nächsten 20 Jahre noch nicht erwartet.

    Der Temperaturregler unserer Erde ist kaputt gegangen – so eine Schlagzeile der Dürener Zeitung in der Letzten Woche. Die Atlantikströmungen, die unser Klima regulieren, spielen verrückt und von Mexiko bis Australien gehen Korallenriffe wegen der Hitze ein. Das ist das Massensterben unserer Zeit – und es beginnt erst. Menschen fliehen vor Waldbränden und Überschwemmungen. Die fortschreitende Klimakrise wird uns immer mehr zu schaffen machen. Wir Erwachsene im fortgeschrittenen Alter werden es wohl hier in Deutschland überleben – für unsere Kinder und Enkel wird es viel schlimmer.

    Wir erleben ständig Tages- und Monats Rekordtemperaturen. Das letzte Jahr war das wärmste seit Temperaturen aufgezeichnet werden.

    Klimaschwankungen hat es schon immer gegeben, aber nicht in diesem Tempo.

    Es ist unbestritten, dass CO2 eingespart werden muss. Wenn alle bekannten Öl- und Kohlevorkommen verbrannt werden, wird die Welttemperatur um 15 Grad steigen. Lebewesen sind empfindlich. Ab einer bestimmten Temperatur überhitzen sie einfach und sterben. Nicht von ungefähr enden unsere Fieberthermometer bei 42 Grad. In manchen Teilen des Planeten nähern sich die Temperaturen der roten Linie, jenseits derer bereits wenige Stunden im Freien zum Tode führen.

    Es muss schnell gehandelt werden und nicht nur von jedem einzelnen. Die Politiker sind gefragt, Entscheidungen zu treffen, schnell und effektiv – Entscheidungen, die nicht nur für einzelne Länder, sondern für Europa, möglichst für alle Menschen auf der gesamten Erde eine Perspektive eröffnen.

    Bei der Europawahl am 9. Juni haben wir die Möglichkeit, das mit zu beeinflussen. Bei dieser Europawahl dürfen erstmals Menschen ab 16 Jahren wählen. Wenn Sie Kinder oder Enkelkinder haben, fragen Sie nach, wo die sich informieren, ob das nur Internetforen wie TikTok sind, die mit Falschinformationen gespeist werden oder ob es auch seriöse Presse ist und ob bezüglich der Umwelt wissenschaftliche Ergebnisse bekannt sind.

    Gehen Sie auf jeden Fall am 9. Juni zur Wahl; machen Sie sich kundig und wählen Sie eine demokratische Partei. Es gibt auch für diese EU-Wahl einen Wahl-o-mat speziell für Umweltfragen – WWW.Klimawahlcheck.eu. Wenn Sie den machen, werden Sie feststellen, dass die AFD graphisch abgegrenzt ist.

    In ihrem Wahlprogramm leugnet die AFD den menschengemachten Klimawandel und tut so, als ob Klimaschutz wirkungslos wäre. Sie spricht von der „angeblichen Klimakrise“ und behauptet; „europäische Programme wie der „Green deal“ und „Fit for 55“ wirkten sich zerstörerisch auf die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft aus. Auf das Weltklima werden alle diese Maßnahmen absehbar keinen Einfluss haben.“

    Das ist schlicht falsch. In den vergangenen 30 Jahren konnte die EU dank ihrer Klimaschutzmaßnahmen 30 % ihrer Emissionen senken.

    Da die AFD die Klimakrise leugnet, liefert sie auch keine Ansätze, sie zu bekämpfen.

    Außerdem fordert die AFD in ihrem Wahlprogramm, dass Deutschland aus der EU austritt. Für effektiven Klimaschutz braucht es aber mehr Zusammenarbeit in Europa und nicht weniger.

    Und noch etwas: Die AFD stellt die Grundwerte unserer Demokratie in Frage und attackiert Organisationen, die sich für Klimaschutz, Menschenrechte und Demokratie einsetzen. So gefährdet sie unser Zusammenleben in Freiheit und Toleranz und damit auch den Einsatz für Klima- und Naturschutz. Die AFD liefert in ihrem Wahlprogramm keine einzige brauchbare Lösung gegen die Klimakrise und versucht sogar, europäische Lösungen zu verhindern.

    Zum Schluss noch ein Hinweis zum Vormerken von 2 Veranstaltungen des Dürener Forums Politik, in dem Kirchen, Gewerkschaften, Umweltverbänden und lokalen Bündnisse zusammenarbeiten.

    Am 16. und 23. Mai haben Sie von 11-13 Uhr hier auf dem Kaiserplatz die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen mit Europawahlkandidaten von CDU, SPD und Grünen. Nutzen Sie die Gelegenheit.

    Veröffentlicht unter Startseite | Kommentare deaktiviert für „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 04.05.2024

    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 27.04.2024

    • Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
      liebe Freundinnen und Freunde,

    die Gewerkschaftsbewegung ist gelebte Vielfalt. Unabhängig von Alter, sozialer oder nationaler Herkunft, geschlechtlicher Identität, Religion, Weltanschauung oder körperlich geistiger Fähigkeiten: Mitbestimmung und Tarifvertrag gelten gleichermaßen für alle.

    Für uns ist Vielfalt nicht nur ein politischer Anspruch und eine Haltungsfrage:
    Vielfalt heißt Freiheit.

    Vielfalt heißt, dass jeder so leben kann, wie sie oder er es möchte. Vielfalt ist die Grundlage für eine Gesellschaft, in der Freiheit und Demokratie gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

    Dass wir weiterhin für eine solche Gesellschaft kämpfen müssen, erfahren wir Tag für Tag in der Auseinandersetzung mit den extremen Rechten. Mit ihren völkischen Wahnvorstellungen leugnen sie die Realität, dass Deutschland seit Jahrhunderten eine vielfältige Migrationsgesellschaft ist. Und das weiß niemand besser als wir Gewerkschaften. Denn die Wirklichkeit in den Betrieben und in den Dienststellen ist bunt und vielfältig.

    Und auch wir als Gewerkschaften sind bunt und vielfältig.
    Das ist kein Problem, sondern eine Stärke!

    Wie wir in unserem Land diese Stärke noch viel besser nutzen können, um auch für demokratischen Fortschritt zu sorgen, das machen wir vor. Bei der Mitbestimmung darf längst jeder wählen. Egal welcher Herkunft. Egal auch, welchen Pass sie oder er hat. Wir machen Beschäftigte in Betrieben durch die Mitbestimmung zu Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes! Daran werden wir festhalten und das ist eine der großen Integrationsleistungen der Gewerkschaften in diesem Land.

    Unsere Stärke ist die Vielfalt unserer Mitglieder.

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    „Mach meinen Kumpel und meine Kumpelin nicht an!“ Das ist seit Jahrzehnten unser Motto gegen Hass und Hetze. Mit der Gelben Hand, unserem Verein für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus machen wir das deutlich sichtbar.

    Wir werden nicht zulassen, dass reale Probleme und Sorgen auf dem Rücken von Geflüchteten, von queeren Menschen und anderen Gruppen ausgetragen werden. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – zum 75. Jahrestages des Grundgesetzes besteht reichlich Anlass deutlich zu machen, dass dieser Satz für uns keine leere Formel ist, sondern eine alltägliche Handlungsmaxime. Und wir erwarten von allen demokratischen Parteien, dass sie sich von Populismus, Hetze und Rassismus distanzieren und sie nicht noch verstärken.

    Denn: Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

    Mit unserer Kampagne zur Europawahl wollen wir deutlich machen, wie wichtig Europa für uns alle ist. Und wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen an der Wahl beteiligen und ihre Stimme für ein demokratisches Europa abgeben – und nicht für die, die Europa und unsere Demokratie am liebsten abschaffen wollen.

    Denn eines ist klar: Wenn die AfD und Konsorten von einem „Europa der souveränen Staaten“ fabulieren, dann ist das nichts anderes als Verschleierung. Worum es ihnen geht, ist eine Rückabwicklung der politischen Integration Europas, ein Rückfall in Nationalismus und Einzelstaaterei.

    Wenn es nach denen ginge, sollte Deutschland am besten ganz raus aus der EU. Würden die DEXIT-Pläne der AfD Wirklichkeit, würde Deutschland tatsächlich aus der EU und der Eurozone austreten, könnte es in den nächsten 15 Jahren 10 Prozent seiner Wirtschaftsleistung verlieren. Das entspräche einen Wohlstandsverlust von 400 bis 500 Milliarden Euro jährlich. Deutschland als Exportland würde stark getroffen. Deutsche Unternehmen generieren rund 50 Prozent ihres Umsatzes innerhalb der EU. Das würde dann wegbrechen. Dadurch wären 2,2 Millionen Arbeitsplätze betroffen.

    Soweit dürfen wir es auf keinen Fall kommen lassen! Es kommt bei der Europawahl auf die Stimme jeder und jeden Einzelnen von uns an!

    Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    lade ich euch alle herzlich ein mit uns den Tag der Arbeit am 1. Mai im Josef-Vosen-Park in Düren zu feiern. Lasst uns am 1. Mai in Düren ein Zeichen setzen. Ein Zeichen für ein buntes und vielfältiges Europa und ein Zeichen gegen Hass und Hetze.

    Bei Hitlers brennt noch Licht

    von Simon Pearce

    „Bei Hitlers brennt noch Licht.

    Es ist nie ganz erloschen.
    Nur eine kurze ruhige Zeit
    wars Fenster fest verschlossen.
    Nur ab und zu, ganz schüchtern fast,
    kaum hörbar ein Gewisper.
    Man nahm’s kaum wahr und dachte sich:
    Was soll’s, da ist noch Licht an.“

    Es ist nie ganz erloschen

    „Bei Hitlers brennt noch Licht.

    Jetzt treten sie ans Fenster,
    jetzt sieht man sie,
    jetzt hört man sie.
    Das sind keine Gespenster.
    Ganz stolz und lautstark stehen sie da,
    entzünden und krakeelen.
    Und ihre Drohung ist ganz klar:
    ‚Wir gehen wieder wählen!‘


    „Bei Hitlers brennt noch Licht.
    Vernunft, wo bist du, wo?
    Komm raus und hilf und schalte es aus,
    sonst brennt es lichterloh.“

    Veröffentlicht unter Startseite | Kommentare deaktiviert für „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 27.04.2024

    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 20.04.2024

    Auch am heutigen Samstag trafen sich vor dem Dürener Rathaus wieder ca. 200 Menschen, um in der Aktion „5 vor 12“ des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt für unsere Demokratie zu demonstrieren.

    Aus Euskirchen reiste der Drehorgel-Künstler Winfried Kubitza aus der queeren Community nach Düren, um mit abwechselndem Drehorgelspiel und mahnenden Worten gegen die Pläne und Vorhaben der Rechtsextremen zu agieren.

    Veröffentlicht unter Startseite | Kommentare deaktiviert für „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 20.04.2024

    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 13.04.2024

    Das Orchester für Vielfalt – „mer sin eins“ spielte am Samstag vor gut 350 Besuchern 5 tolle Stücke verschiedener Epochen und begeisterte die anwesenden Demonstranten und Demonstrantinnen.

    Veröffentlicht unter Startseite | Kommentare deaktiviert für „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 13.04.2024

    „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 06.04.2023

    Hallo liebe Dürenerinnen und Dürener!

    Liebe Demokrat-Innen

    Mein Name ist Monika Linden und ich bin Oma. Heute haben wir die Ortsgruppe „Omas gegen Rechts“ hier in Düren gegründet. Wir sind kein eigener Verein, sondern agieren zusammen im Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt.

    Wir haben keine kleinen Kinder mehr, wir müssen nicht mehr hart in Jobs arbeiten, wir haben mehr Zeit uns politisch zu engagieren und gerade jetzt scheint es notwendig zu sein einen Beitrag zu leisten.

    • Es geht uns um Ermutigung, Vernetzung und Sichtbar-Machen
    • ALT SEIN HEISST NICHT STUMM SEIN
    • Auch wir möchten ein Zeichen setzen gegen die rechte, menschenverachtende Ideologie von AfD & Co.

    Was wollen wir noch:

    • Wir wollen demokratisch sein. Die AfD mag demokratisch gewählt sein aber sie handelt nicht demokratisch, sondern rassistisch.
    • Wir respektieren die Würde des Menschen, egal welcher Herkunft, welcher Religion, politischen Anschauung oder sexuellen Orientierung
    • Jede Person hat das Recht auf Leben, Freiheit, Sicherheit, Würde, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung.
    • Wir sind gegen Anisemitismus, also Judenhass- Judenfeindlichkeit
    • Wir setzen uns ein für die freie Meinungsäußerung
    • Wir sind für Gleichberechtigung von Frauen und Männer
    • Wir schützen Menschen mit Behinderungen und sozial beeinträchtigte Menschen
    • Wir wollen weiterhin eine lebenswerte Zukunft für unsere Familien, unsere Kinder, Enkel und den Mitmenschen ohne Machtmissbrauch, Korruption und Vetternwirtschaft
    • Wir setzen uns für die Gewaltenteilung ein. Sie ist die Voraussetzung zur Demokratie.
    • Die Medien, die Zivilgesellschaft und die wissenschaftlichen Institutionen müssen frei und kritisch sein
    • Wir unterstützen die Bürgerbeteiligung. Sie ist die Seele der Demokratie. Jede Person hat das Recht, sich an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten zu beteiligen, sei es durch Meinungsäußerung, Information, Petition, Demonstration, Vereinigung und Kooperation
    • Hass in jedweder Art ist für uns keine Option, davon distanzieren wir uns

    • Wir rufen alle Menschen, die sich für die Demokratie engagieren wollen, dazu auf, diese demokratischen Regeln zu befolgen und zu fördern.
    • Wir rufen alle Menschen, die an die Demokratie glauben, dazu auf, die Demokratie zu leben und zu lieben
    • Und deshalb dürfen Antidemokraten, allen voran die AfD in keine staatliche Funktion kommen. Sie werden wie in der Vergangenheit auch unsere Demokratie zerstören. Und das werden wir nicht zulassen!
    • Unser Apell an Sie, gehen Sie wählen und machen das Kreuz an der richtigen Stelle.
    • Ich bedanke mich für Ihr zahlreiches Erscheinen und hoffe, dass wir uns bald wieder sehen.

    Nie wieder ist genau jetzt!

    Umgewandelt aus dem Gedicht von Sabine Asgodom // Journalistin, Fernsehmoderatorin, Buchautorin, München, 27.3.2024         

             
    Liebe Demokratinnen und Demokraten, hallo Omas und Opas.

    Herzlichen Dank an das Bündnis gegen Rechtsextremismus und Gewalt hier ein paar Worte an Sie richten zu dürfen.

    Auch kürzlich wurde wieder bekannt, dass AfD- Mitglieder an einem Geheimtreffen teilgenommen haben, bei dem Abschiebepläne für Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert wurden.

    Obwohl die AfD seit 2021 als rechtsextremer Verdachtsfall beobachtet wird und in einigen Bundesländern (Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt) als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde kommt das Parteiverbotsverfahren noch nicht zum Zug. Dafür braucht es tatsächliche Anhaltspunkte, dass diese Partei die Absicht hat unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung anzugreifen und zu beseitigen. 

    We remember:  Auch in unserer Stadt sind Juden aus etlichen Straßen der Innenstadt von Düren und einigen Gemeindeteilen entfernt worden.

    Ins Sammellager gesteckt und mit Zügen in die zahlreichen Arbeits- und Vernichtungslager transportiert worden. Die Stolpersteine erinnern uns an diese Menschen.

    Deshalb frage ich mich:

    • Wo werde ich sein, wenn „SIE“ geholt werden?
      Werde ich die Liste der Kinder in meiner Klasse schreiben, die abtransportiert werden sollen?
      Und beflissentlich die Namen abhaken, damit Sie wirklich alle erwischen?
    • Oder werde ich selbst den Bus fahren, der sie wegbringt?
    • Wo werde ich sein, wenn meine Patienten abgeholt werden, damit endlich die Betten auf der Station frei werden?
      Und , werden die Pflegekräfte mit den fremden Namen gleich mitgehen?
      Werde ich die Maschinen ausstellen für solche, für die sich ein Transport gar nicht mehr lohnt?
    • Wo bin ich, wenn weinende Mütter und Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften getrieben werden?
    • Wo werde ich sein, wenn meine Erntehelfer nicht mehr kommen?
      Wer pflückt meine Äpfel, wer sticht meinen Spargel? Werde ich alles selbst pflücken oder unterpflügen müssen?
    • Wo werde ich sein, wenn die dunkelhäutigen Kinder aus meiner Kita verschwunden sind?
      Werde ich ihre kleinen Hausschuhe in Mülltüten stecken, die bunten Trinkflaschen und ihre Matschhosen? Und dann gründlich durchwischen?
    • Wo bin ich, wenn meine Kolleg*innen mit Migrationshintergrund ihren Arbeitsplatz räumen müssen? Wünsche ich Ihnen noch alles Gute? Werde ich Ihre Arbeit dann mitmachen?
    • Wo bin ich, wenn alle Dönerbuden geschlossen sind?
      Freue ich mich dann auf die deutschen Kneipen mit Bratwurst und Sauerkraut?

      Weil:    Ich kann mich ja den Anweisungen nicht widersetzen. Weißt du, als einzelne kann ich schließlich nichts tun?

      Was wird aus mir werden?

      Keiner von uns wird ungeschoren davonkommen..

    Stille

    Mir ist bewusst, dass dies harte Fragen sind. Aber sollten wir sie uns nicht alle stellen?

    Denn
    NIE wieder darf so etwas passieren.
    NIE wieder Antisemitismus, NIE wieder Hass und Hetze gegenüber anders Gläubigen und anders lebenden Menschen. (Wer definiert eigentlich anders?)

    Und das ist die Botschaft von heute, liebe Dürener:Innen:

    Noch ist Zeit zu handeln und unsere Demokratie zu schützen:

    Packen wir es an!

    Leben und verteidigen Sie unsere Freiheit und unser Grundgesetz.

    Herzlichen Dank für Ihr Kommen und ihr Interesse.

    Veröffentlicht unter Startseite | Kommentare deaktiviert für „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ am 06.04.2023