Fussballvereine gegen Rechts: Birkesdorf

Die F-Junioren von Viktoria Birkesdorf schließen sich der Initiative gegen RECHTS an
Am Samstag, dem 01. März stellten sich die Trainer, Betreuer und Spieler der beiden F-Junioren-Teams von Viktoria Birkesdorf zum Foto. Auch sie stellen sich gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass und leben vor, was Integration bedeutet.

Fotos - Birkesdorf

Veröffentlicht unter News & Meldungen | Kommentare deaktiviert für Fussballvereine gegen Rechts: Birkesdorf

Nachtrag: Ermittlungen gegen Dürener NPD-Funktionäre

Im „Blick nach Rechts“ ist ein Artikel zu den letzten Vorfällen in Aachen zu finden, an denen ersten Pressemitteilungen zufolge auch NPD-Mitglieder aus dem Raum Düren beteiligt gewesen sein sollen. Dazu aus dem entsprechenden Artikel beim „Blick nach Rechts“:

Nachdem die teils vermummten und aggressiv auftretenden Neonazis in einer konspirativ vorbereiteten Spontandemonstration auf ihre rund 150 bis 200 Gegner zumarschiert waren, eskalierte die Gewalt und es kam zu mehreren leicht Verletzten. […] Einer davon war der einschlägig vorbestrafte René L., stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbands Düren und Vorsitzender der NPD-Ortsgruppe Rhein-Erft, zugleich Anführer der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL). In Gewahrsam genommen wurden die Brüder Thomas und Denis U., letztgenannter ist Beisitzer im Vorstand des NPD-Kreisverbands Düren und wurde kürzlich wegen eines Körperverletzungsdeliktes gegenüber einer Frau verurteilt (bnr berichtete). […] Mit Nils E. war ein weiterer Beisitzer aus dem Vorstand der Dürener NPD unter den Demonstranten, der sich indes passiv verhielt und nicht festgenommen wurde. (Quelle: BNR)

Zu den Vorfällen in Aachen vorher auf unserer Seite:

Veröffentlicht unter News & Meldungen, Startseite | Kommentare deaktiviert für Nachtrag: Ermittlungen gegen Dürener NPD-Funktionäre

Ein brauner Fleck in Aachens Historie

Die Buchstaben sind alt, die Zeit ist braun, das Kapitel dunkel. Das Politische Tageblatt titelt im Lokalteil am 30. März 1933: «Reichskanzler Adolf Hitler Ehrenbürger Aachens». Unten auf der Seite ist noch eine kleine Anzeige zu lesen: «Opel, geräumige Limousine, vollwertiges Automobil, 4-Zylinder, nur 1990 Reichsmark ab Werk.» 75 Jahre ist das jetzt her, fast auf den Tag genau. Es ist die Zeit vor der großen Katastrophe, aber die Weichen sind längst gestellt – auch in Aachen.

Fragt man Dr. Jost Pfeiffer nach seinen Erinnerungen an diese Tage, so fällt ihm ein Satz seiner Mutter ein: «Ich komme kaum zum Arbeiten, weil ständig jemand an die Tür klopft und um ein Butterbrot bittet.» Von der Opel-Limousine können die meisten Aachener zu dieser Zeit nur träumen. «Die wirtschaftliche Lage war verheerend», sagt Pfeiffer. Nur so sei zu erklären, dass mit Hitler zunächst ein Aufatmen, eine Hoffnung verbunden war.

Zu lesen in der Aachener Zeitung.

Veröffentlicht unter News & Meldungen | Kommentare deaktiviert für Ein brauner Fleck in Aachens Historie

Vorfälle in Aachen: Polizei stellt ihre Taktik auf den Prüfstand

Zu den schon berichteten Vorfällen bei einer Demo gegen Rechtsetxremismus vor kurzem in Aachen gibt es heute eine ergänzende Mitteilung der Polizei, die u.a. bei den Aachener Nachrichten nachzulesen ist:

Gegen insgesamt 13 Personen des rechten Spektrums hat die Polizei Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Auch auf Seiten der Demonstranten hat es vor allem durch den Pfefferspray-Einsatz der Polizei mehrere Verletzte gegeben. In einer Stellungnahme der Polizei heißt es dazu wörtlich: «Die Aachener Polizei bedauert, dass bei dem Übergriff der Rechten Unbeteiligte verletzt bzw. in Mitleidenschaft gezogen wurden und sagt Entschuldigung gegenüber den Unbeteiligten.»

Die Dürener NPD wird ebenfalls erwähnt:

Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 16 und 64 Jahre alt. Der Großteil kam laut Polizei aus Düren, unter ihnen sollen mehrere Vorstandsmitglieder der Dürener NPD sein. Die anderen Neonazis sind aus Aachen, Würselen und Stolberg, unter ihnen Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land und Hooligans aus dem rechtsextremen Fanlager der Alemannia.

Passend dazu auch nochmal die Hinweise im heute erschienenen Verfassungsschutzbericht NRW 2007, hier nachzulesen.

Veröffentlicht unter News & Meldungen | 3 Kommentare

Landesverfassungsschutzbericht NRW für 2007 erschienen

Der Landesverfassungsschutzbericht des Jahres 2007 ist heute erschienen. Die Regionen Aachen und Düren, schon früher häufig vertreten, haben diesmal noch häufiger Erwähnung gefunden. Die für unsere Region interessantesten Zitate aus dem Landesverfassungsschutzbericht habe ich hier einmal gesammelt. Der gesamte Bericht ist hier als PDF kostenlos verfügbar.

Es bleibt nochmals festzuhalten, dass der einzige Grund, warum die Region Düren im Landesverfassungsschutzbericht überhaupt erwähnt wird, alleine das Thema „Rechtsextremismus“ ist.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Literatur, News & Meldungen, Startseite | Ein Kommentar

Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (7/2008)

Nach einer kleineren Pause gibt es nun wieder gesammelte Meldungen zum Thema Rechtsextremismus. Ausgewählt wurden erlesene interessante Nachrichten und Hinweise der letzten 3 Wochen.

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter News & Meldungen, Startseite | Kommentare deaktiviert für Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (7/2008)

Neonazis greifen Antifademonstration an

Aachen. Rund 30 Neonazis haben am Donnerstagabend in Aachen für eine Gewalteskalation bei einer antifaschistischen Demonstration gesorgt [1]. Als zwischen 150 und 200 Menschen aus Solidarität zu einem von Neonazis bedrohten, 16-jährigen Antifaschisten [2] durch die Innenstadt zogen, formierten sich am Elisenbrunnen die Neonazis „spontan“ hinter einem Transparent. Sie marschierten teilweise vermummt und sehr aggressiv auf die Antifa-Demonstration zu. Da die Polizei zu diesem Zeitpunkt nur mit wenigen Beamten im Einsatz war, trafen die beiden Demonstrationszüge aufeinander und es kam zwischen Linksautonomen und Neonazis zu handfesten Auseinandersetzungen. Quelle und weiterlesen: Klarmann-Online.

Veröffentlicht unter News & Meldungen | 2 Kommentare

Fernsehtipp: Nazi-Schulungen für Kinder – Bundesregierung schaut tatenlos zu

Heute (27.3.08, 21.45h) im Ersten läuft die Sendung „Panorama“ u.a. mit einem Bericht zur „HDJ“:

Sie lassen Kinder aufmarschieren und fürs Vaterland strammstehen. Sie fanatisieren 7-Jährige und schulen sie in „Heimattreue“ und Hass gegen die Demokratie. Sie drillen Jugendliche und bilden sie zum Kampf aus. Die „Heimattreue Deutsche Jugend“ ist die wichtigste Nachwuchsorganisation der Neonazis – und der Staat lässt sie gewähren. Ein Verbotsverfahren ist offenbar in weiter Ferne. Dabei weisen Experten schon lange darauf hin, dass viele Gründe für ein hartes Durchgreifen vorliegen. Doch das Innenministerium lässt die rechtsextreme Truppe weiter Kinder ausbilden, viele Justizbehörden geben sich machtlos. Kein Wunder, dass das Auftreten der HDJ immer offensiver und dreister ist.

Panorama über „soldatische Erziehung“ für Kinder und Politiker, die das Treiben der Neonazis nicht stoppen.

Infos und Bildstrecke dazu auf ndr.de, wiederholt wird die Sendung morgen früh um 5h.

Veröffentlicht unter News & Meldungen | Kommentare deaktiviert für Fernsehtipp: Nazi-Schulungen für Kinder – Bundesregierung schaut tatenlos zu

Sendungshinweis: Ich will mein Kind zurück

Das ZDF-Magazin „37°“ hat eine interessante und sehenswerte Reportage zum Thema Rechtsextremismus der eigenen Kinder verfasst. Dazu ein Bericht von „Berlin-Online„:

Deutlich wird dabei, dass die Neonazis keineswegs aus prekären oder politisch vorbelasteten Familien stammen. So waren die Eltern komplett überrascht und blieben machtlos gegenüber der Hinwendung der Kinder zu rechtsradikalen Gruppen. Ein Vater, engagierter Sozialdemokrat, setzte vergeblich auf Strenge, eine Mutter ging mit ihrem Sohn in eine KZ-Gedenkstätte – und wurde ausgelacht. Sie musste den Jungen wenig später aus der Wohnung werfen und sich dafür als „Judensau“ beschimpfen lassen. Da hilft auch keine Super-Nanny mehr. Deutlich wird vor allem, dass Eltern so früh wie möglich reagieren müssen – ein Sohn hatte schon als Achtjähriger mit den Rechten zu bolzen begonnen und war später auf deren Musik eingestiegen.

Die Sendung lief am 25.3.08 um 22.15h im ZDF, Informationen dazu auf der Webseite. Wiederholt wird es heute um 19.30h, die Sendung ist aber jederzeit verfügbar im Internet unter http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/080318_kind_zurueck_37g.asx

Der Text laut ZDF zur Sendung:

Elke B. wurde endgültig klar: Ihr Sohn ist Neonazi. Das war vor acht Jahren, heute gehört der inzwischen 23-Jährige zur Nazischlägerszene und ist mehrfach vorbestraft. Elke B. hat ihren Sohn vor fünf Jahren das letzte Mal gesehen. Damals hat sie ihn mit Hilfe der Polizei aus der Wohnung geschmissen, nachdem er „Judensau“, „Judendreck“ an die Wände geschmiert und die halbe Wohnung seiner Mutter zertrümmert hatte.

Rechtsrock und Hakenkreuz
Wenn Kinder zu Neonazis werden, ist in den Familien nichts mehr wie vorher. Die Eltern bekommen in der Regel nicht mit, wenn die ersten Kontakte ihrer zwölf- bis 13-jährigen Kinder in die Naziszene hinein entstehen. Erst wenn sich das Outfit ändert, wenn Rechtsrock-Musik aus dem Kinderzimmer dröhnt und das erste Hakenkreuz an der Wand hängt, fallen die Eltern aus allen Wolken. Dann aber ist es oft schon zu spät. Die Kinder sind bereits in der Clique verankert und haben sich von ihren früheren Freunden getrennt.

Michael F. hat diese Erfahrung machen müssen. Sein Sohn ist gerade 18 Jahre alt geworden und macht sein Abitur. Vor vier Jahren wurde der Vater von der Schule vorgeladen, der Direktor eröffnete ihm, sein Sohn würde durch Neonazi-Parolen im Unterricht auffallen. „Seitdem ist Krieg bei uns zu Hause. Das ging soweit, dass wir eine Familientherapie machten, um mit dem Problem umzugehen, dass unser Sohn sich bei den Rechtsradikalen engagiert“, sagt Michael F.. Sein Sohn wohnt noch zu Hause und konfrontiert die Eltern täglich mit rechtsradikalem Gedankengut.

Untertauchen als sicherste Variante
Wenn jemand dann doch den Ausstieg aus der Szene schafft, muss er sich in der Regel verstecken, um sich vor Racheakten zu schützen. Timo A. wagt sich nach draußen. Er war sechs Jahre lang Neonazi, bevor er den Ausstieg schaffte. Heute ist er 23 und erinnert sich mit seiner Mutter Kathrin H. an diese entsetzliche Zeit. Sie gab ihn niemals auf. Für Timo war der Rückhalt seiner Mutter, die ihn trotz seiner Nazi-Zugehörigkeit immer liebte, die Stütze überhaupt, um der Szene den Rücken zu kehren.

Die 37 Grad-Sendung „Ich will mein Kind zurück“ erzählt vom Leiden der Eltern, deren Kinder sich als Neonazis bekennen. Berichtet wird über den täglichen Familienkrieg, der Beziehungen zerstören kann. Der Film erzählt aber auch vom Kampf der Eltern, die niemals aufgeben und die bis zum Schluss daran glauben, dass ihre Kinder zu ihnen zurückkehren – ohne Glatze, Springerstiefel und Hakenkreuz. So wie Timo A..

Veröffentlicht unter Literatur, News & Meldungen, Startseite | Kommentare deaktiviert für Sendungshinweis: Ich will mein Kind zurück

WM-Planer: Anklage gegen NPD-Chef erhoben

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat laut Medienberichten den NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und zwei weitere Funktionäre der rechtsextremistischen Partei wie bereits erwartet worden war wegen Volksverhetzung angeklagt. Voigt sowie den beiden Sprechern der rechtsextremen NPD, Klaus Beier und Frank Schwerdt, wird unter anderem vorgeworfen, den Fußballprofi Patrick Owomoyela diskriminiert zu haben. Hintergrund ist ein vor gut zwei Jahren geführter Prozess. Die NPD hatte damals einen sogenannten WM-Planer mit dem Schriftzug “Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!” versehen.

Die Titelseite des WM-Planers zeigte neben dem Schriftzug auch einen Spieler mit der Trikotnummer 25. Das war damals Owomoyelas Spielnummer in der Nationalmannschaft. Der Anklage zufolge sind die Angeschuldigten für die Herausgabe der Publikation verantwortlich gewesen.

Der bei Werder Bremen spielende und in Hamburg geborene Fußballer erwirkte im April 2006 eine einstweilige Verfügung gegen das NPD-Papier, die Polizei beschlagnahmte 70.000 Exemplare. Owomoyela und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellten außerdem Strafanzeige. Die NPD brachte trotzdem eine zweite Variante des WM-Planers heraus, in der nach Ansicht der Ermittler ebenfalls gegen dunkelhäutige Nationalspieler gehetzt werde. (Quelle: NPD-Blog)

Veröffentlicht unter News & Meldungen, Startseite | Kommentare deaktiviert für WM-Planer: Anklage gegen NPD-Chef erhoben