Aktivitäten am 8.2.2008: Mitgliederversammlung und Demo (Update)

Am 8.2.2008 findet, wie bereits berichtet, die Mitgliederversammlung des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus statt.

Wie seit gestern bekannt ist, wurde eine schon länger angekündigte Demonstration der NPD für den gleichen Tag von der Polizei genehmigt, die sich wohl ganz bewusst fast zeitgleich zu unserer Versammlung, als Reaktion darauf, abspielen soll. Update: Der Demo-Zug der NPD soll sich um ca. 16.45h am Haupteingang des Bahnhofs sammeln um dann etwa eine Stunde später (durch die Innenstadt) los zu ziehen.
Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus plant diesmal keine eigene Gegen-Aktion, da die Mitgliederversammlung nunmal angesetzt war und auch ungestört stattfinden soll.

Wohl aber möchte die Antifa Düren in Eigenregie zur Demonstration aufrufen, geplant ist ein frühzeitiger Beginn der Gegen-Demo, so dass die gegen-Demo der Teilnahme an der Mitgliederversammlung nicht im Wege steht. Bisher ist die Demo zwar beantragt aber wohl noch nicht genehmigt, aktuelle Infos gibt es auf der Webseite der Antifa Düren.

Von der Polizei Düren gibt es bisher nur wenig zu dem Thema, man sollte sich aber erstmal, wie am 22.9.2007, auf erhebliche Einschnitte im Verkehr der Innenstadt einstellen sowie eine erneute massive Polizeipräsenz erwarten.

Update: AN und AZ berichten nun, dass ab Freitag 10 Uhr ein Bürger-Telefon der Polizei unter der Rufnummer 02421/9491111 geschaltet wird, Bürger können sich dort informieren. Betroffene Anwohner werden bereits am Donnerstag per Flugblatt von der Polizei informiert. Die Polizei kündigt ein „massives Aufgebot“ an und verspricht gesonderten und umfassenden Schutz speziell für die Versammlung in der Christuskirche. Die Dürener Polizei hat der NPD mit der Bestätigung ihrer Versammlung umfangreiche Auflagen erteilt: Alles, was an einen Aufmarschcharakter wie zu Zeiten des NS-Regimes erinnern könnte, ist nach Polizeiangaben untersagt, unter anderem das Mitführen von Fackeln oder Trommeln.

Hinweis: Einen ersten Bericht über den 8.2.08 werden  Sie bereits am Samstag, den 9.2.08, hier auf der Webseite vorfinden.
Mein persönlicher Aufruf an die Mitglieder des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus:

Am nächsten Freitag wird die NPD durch Düren marschieren – schon wieder. Nahezu zeitgleich findet die Mitgliederversammlung des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus in der Christuskirche statt und bietet damit allen demokratischen Bürgern im Raum Düren einen Platz um sich zu versammeln und aktiv gegen Nazis zu stehen. Wir alle dürfen uns nun nicht verunsichern oder gar einschüchtern lassen, sondern sollten uns geschlossen am Freitag in der Christuskirche treffen, getreu dem Motto: „Kein Platz für Nazis – jetzt erst recht“.

Links zum Thema:

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Rechte Schläger greifen vermehrt Linke an – NPD als Grund?

Rechte Schläger fallen in Berlin immer häufiger über Linke her. Nach einer Studie des Verfassungsschutzes des Landes werden Linke und vermeintliche Linke inzwischen häufiger Opfer von rechten Attacken als Ausländer.

Hintergrund sei das Erstarken rechtsextremistischer autonomer Aktionsgemeinschaften wie etwa der «Autonomen Nationalisten Berlin» vor allem in östlichen Bezirken. Besonders in Lichtenberg, Niederschöneweide und im auch bei Touristen beliebten Szenestadtteil Prenzlauer Berg häufe sich die Gewalt gegen Links, heißt es in dem Bericht «Im Fokus: Rechte Gewalt in Berlin». Er wurde am Donnerstag von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Verfassungsschutz-Chefin Claudia Schmid vorstellten.

Rechte Gewalt sei vor allem dort ein Problem, wo die NPD Wahlerfolge erziele, sagte Körting. «Die NPD schafft mit ihrer verfassungs- und ausländerfeindlichen Propaganda das Klima für solche Taten». (Quelle: DerWesten.de)

Hinweis: Die Studie kann hier kopiert werden.

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Durchsuchung in Berliner NPD-Zentrale: Bundesschatzmeister der NPD festgenommen

Sowohl Süddeutsche Zeitung, Spiegel-Online als auch NPD-Blog berichten über die Festnahme des Bundesschatzmeisters der NPD am heutigen Tag: Die Polizei hat laut diversen Medienberichten den Schatzmeister der rechtsextremen NPD festgenommen. Zuvor war die Bundeszentrale der Partei im Berliner Stadtteil Köpenick durchsucht worden. Der Verdacht: Die Partei soll sich über fingierte Spendenquittungen staatliche Zuschüsse erschlichen haben – Schatzmeister Erwin K. soll das gewusst und gefördert haben.

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Parteien für Spenden noch staatliche Zuschüsse. Darum sollen bei der NPD so genannte “Aufwandsspenden” fingiert worden sein, beispielsweise für Dienstfahrten im Parteiauftrag, die in Wahrheit nie stattgefunden hatten. Der ehemalige Thüringer NPD-Chef Frank Golkowski hatte ausgesagt, dass er falsche Spendenquittungen ausgestellt habe und dass dies auch in anderen Landesverbänden so gehandhabt worden sei. Die NPD-Führung habe diese Praxis gefördert, hatte Golkowski dem “Spiegel“ gesagt. Der “Spiegel” zitierte unter anderem einen “Insider”. Der sagte: “Uns wurde nahegelegt, jede Autofahrt als Parteifahrt abzurechnen und anschließend zu spenden – selbst wenn wir bloß Tante Emmi besuchen fahren. Weil wir doch bestimmt auf dem Weg dorthin ein NPD-Plakat geklebt hätten.” (Quelle: NPD-Blog)

Update: Lesenswert dazu auch der jetzt erschienene Artikel bei Redok sowie das Update bei der Sueddeutschen.

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Studie: Neonazis und ihre Opfer sind oft Nachbarn (Update)

Zu interessanten Erkenntnissen kommt eine Studie des Berliner Verfassungsschutzes, die am Donnerstag offiziell von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vorgestellt wird. Die Studie soll Auskunft über Ausmaß und Charakter rechter Gewalt in Berlin geben. Untersucht wurden 300 rechtsextreme Gewalttaten, die sich zwischen 2003 und 2006 in Berlin ereigneten. Die Forscher interessierten sich unter anderem für die Tatabläufe, die Tatorte und zeitliche Auffälligkeiten.

Update: Die Studie kann hier kopiert werden.

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Meldungen zum Thema Rechtsextremismus (4/2008)

In diesem Artikel gibt es wieder eine Auswahl interessanter Meldungen der letzten Woche rund um das Thema Rechtsextremismus.

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Studie zur Ausländer- und Jugendkriminalität: Daten, Ursachen, Bekämpfung

Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages hat eine Analyse zur Frage „“ erstellt. Das Gutachten kann als PDF hier auf der Homepage des Bundestages kopiert werden.

Dazu aus der Einleitung:

Die Gewaltkriminalität jugendlicher Straftäter mit Migrationshintergrund oder nichtdeutscher Staatsangehörigkeit ist wegen einzelner spektakulärer Fälle in den letzten Wochen in das Blickfeld von Öffentlichkeit und Politik geraten. Die Intensität dieser Kriminalität, ihre Ursachen und ihre Bekämpfung, insbesondere durch das Jugendstrafrecht, sollen nachfolgend erörtert werden.

Die „Polizeiliche Kriminalstatistik 2006“ weist eine überproportional hohe Kriminalitätsbelastung Nichtdeutscher gegenüber Deutschen aus. Die tatsächliche Belastung von
hier lebenden Nichtdeutschen im Vergleich zu Deutschen ist jedoch nicht bestimmbar.

Das doppelte Dunkelfeld in der Bevölkerung und in der Kriminalstatistik (d.h. die jeweils unbekannte Zahl der unregistrierten Ausländer und der unregistrierten Straftaten), der hohe Anteil ausländerspezifischer Delikte und die Unterschiede in der Alters-, Geschlechts-
und Sozialstruktur stehen einem wertenden Vergleich entgegen.

Prinzipiell ist die sog. Ausländerkriminalität – wie auch die Gesamt- und Jugendkriminalität – in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

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Initiative: „Orte der Vielfalt“

Mit der Initiative „Orte der Vielfalt“ gibt es die Möglichkeit für Städte, sich für ein besonderes Engagement auszeichnen zu lassen. Bis zum 31.3.2008 können sich Städte noch bewerben. Die Initiative beschreibt sich selbst wie folgt:

Die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium des Innern und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, hat aus diesem Grund die Initiative „Orte der Vielfalt“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Städte, Gemeinden, Kreise und Zusammenschlüsse von Kommunen in ganz Deutschland in ihrem Engagement für Vielfalt zu stärken. Unterstützt wird die Initiative durch die Länder, die kommunalen Spitzenverbände sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und aus Wirtschaft und Gewerkschaft.

Um das Bekenntnis für Vielfalt, Toleranz und Demokratie in den kommenden Jahren langfristig und überall vor Ort zu unterstreichen, werden alle Kommunen oder Zusammenschlüsse von Kommunen in Deutschland aufgerufen, sich an der Initiative zu beteiligen. Besonders engagierte Kommunen oder Zusammenschluss von Kommunen ab 10.000 Einwohnern können sich für ein Schild, das sie als „Ort der Vielfalt“ auszeichnet, bewerben.

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Mitglieder-Versammlung des Dürener BgR am 8.2.2008

Am 8.2.08 findet die Mitgliederversammlung des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus statt. Versammlungsort ist die Christuskirche in Düren, Beginn ist 19.00 Uhr. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen vorbei zu kommen.

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Eklat im Landtag MV: NPD verweigert NS-Opfern Schweigeminute

Meldung vom Störungsmelder:

Am 30.1.08 traf sich der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zu seiner 33. Sitzung. Noch bevor die Sitzung von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider eröffnet wurde, kam es zum Eklat.

Bretschneider hatte sich nämlich entschlossen, angesichts des 75. Jahrestages der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten eine kurze Rede zu halten und die Abgeordneten gebeten, sich für die Opfer des NS-Regimes zu einer Gedenkminute zu erheben. Dies taten auch alle Abgeordneten – bis auf die der NPD. Pastörs und Co. blieben auf ihren Stühlen trotzig sitzen. Der Abgeordnete Borrmann (NPD) schwatzte während der Schweigeminute gar fröhlich mit seinem Kollegen Andrejewski (NPD).

Ein wenig unangenehm überrascht schienen die Kameraden von der NPD dennoch, ließen sie doch kurze Zeit später eine Sitzung des Ältestenrates einberufen. In einer eilig verfassten Pressemitteilung begründete Pastörs die Verweigerungshaltung seiner Fraktion schließlich mit folgenden Worten: “Erst wenn auch die deutschen Opfer würdig mit einbezogen werden, wird sich die NPD-Frakion an solchen Opfergedenken beteiligen”.

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Aktionswochen gegen Rassismus 2008

Die Aktion Gesicht-Zeigen macht beim Störungsmelder auf die „Aktionswochen 2008“ aufmerksam an denen man sich beteiligen kann. Hier der Aufruf:

In der Zeit vom 10. – 23. März 2008 finden die Aktionswochen gegen Rassismus statt. Um auf den 21. März, den “Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus” aufmerksam zu machen, organisieren wir mit vielen Partnern und Unterstützern bereits zum achten Mal diese Aktionswochen. In Schulen, Jugendclubs, Kinos, Theatern etc. finden hierzu viele verschiedene Veranstaltungen statt. Von Filmvorführungen über Lesungen zu Sportveranstaltungen, von Konzerten über Theatervorführungen bis zu Museumsprojekten war schon alles dabei.

Es werden jedes Jahr mehr Veranstaltungen, die nicht nur gegen Rassismus und für Demokratie mobil machen wollen – sondern auch noch Spaß machen!

Und das schönste an den Aktionswochen: jeder kann mitmachen, jeder kann mithelfen und gemeinsam mit allen anderen Unterstützern gegen Rassismus und für ein weltoffenes Deutschland Gesicht zeigen!

Wollt Ihr auch dabei sein? Wollt Ihr mitmachen? Jeder, der eine Idee oder einen Vorschlag hat, kann sich an uns wenden. Wolltet Ihr schon immer etwas in Eurem Jugendclub, Eurer Schule oder Eurem Sportverein gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung unternehmen? Oder sind vielleicht bereits Projekte geplant, die zum Motto passen und im Zeitraum der Aktionswochen stattfinden?

Ruft uns an oder schreibt uns eine Mail, gerne unterstützen wir Euch und stellen Euch Unterrichtsmaterial, Bücher oder Poster zur Verfügung. Wir nehmen Eure Veranstaltung mit in unser Programmheft auf und werden Euch beim Gesicht zeigen! in Eurer Stadt helfen.

Einfach melden unter 030 – 303080852 oder unter aktionswoche@gesichtzeigen.de

Wir freuen uns auf Eure kreativen, spannenden und individuellen Ideen!

Es grüßt das gesamte Gesicht-Zeigen! – Team

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