Auch die ARENA Kreis Düren beteiligt sich an „4 Schrauben für Zivilcourage“

Am 20. Dezember befestigten der Geschäftsführer der ARENA Kreis Düren, Franz Wahl und Jo Ecker von der Dürener Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS im Rahmen der Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ ein Schild mit der Aufschrift „KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS UND GEWALT“ im Eingangsbereich der Halle.

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Kein Platz für Rassismus und Gewalt: Auch beim „15. Dürener Hallensportfest für C-Junioren“

Auch bei der 15. Auflage des „Dürener Hallensportfestes in der ARENA Kreis Düren“ positionierte sich die Dürener Initiative „FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS“ als Mitausrichter aktiv gegen RASSISMUS und GEWALT. Etliche Transparente mahnten die Teilnehmer und Zuschauer, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt zu stellen. Alle teilnehmenden Mannschaften, wie z. B. Borussia Dortmund, Schalke 04, 1.FC Köln, 1. FC Nürnberg, VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf, Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, TSG Hoffenheim, Eintracht Frankfurt, FC Düren-Niederau, Karlsruher SC, beteiligten sich an der „Großen Fotoaktion“ der Initiative und stellten sich mit dem Transparent zum Foto.

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Wieder fünf Fußballvereine im Bündnis!

Wieder haben sich fünf Fußballvereine des Kreises Düren dem Dürener Bündnis angeschlossen. Die Vereine Blau Weiß 77 Merken e.V., SV Alemannia Pingsheim e.V., Sportfreunde Düren 1919 e.V., FC Krauthausen e.V. und der SV Jülich 1912 e.V. solidarisieren sich im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt.

Jo Ecker von FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS ist überrascht über die Resonanz seiner Werbeaktion.

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Der Arbeitskreis trifft sich am 14.12.2009 um 19.30 Uhr im Komm-Zentrum in Düren.

Wir planen unsere Aktionen bis zur Landtagswahl zusammen mit dem AK Schule und Bildung. Die Zeit drängt, da wir für Aktionen eine gewisse Vorlaufzeit brauchen. Deshalb ist dieses Treffen  für die Mitglieder des AK als auch für Interessierte, die  einzelne, zeitbegrenzte Aktionen mitgestalten wollen, wichtig.

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Kölner Sportgespräch: Engagierte Runde im Olympia Museum Köln

Engagierte Runde im Olympia Museum: Beim „Kölner Sportgespräch“ sprachen die Teilnehmer über den deutschen WM-Sieg von 1954 als Symbol der deutsch-israelischen Wiederannäherung und Fußball-Initiativen gegen Rechts.

Gäste des Sportgesprächs im Museum: Michael Gabriel, Jo Ecker und Professor Manfred Lämmer.

KÖLN – Fußball soll die Menschen verbinden, doch leider gehören auch Ausgrenzung und Rassismus zu seiner Welt. Alle drei Teilnehmer des „Kölner Sportgesprächs“, das am Mittwochabend im Sport & Olympia Museum stattfand, engagieren sich in ihrer Arbeit für mehr Toleranz im Fußball. Sporthistoriker Manfred Lämmer ist ein Pionier der deutsch-israelischen Wiederannäherung, schon in den frühen 60er Jahren beteiligte er sich an entsprechenden Projekten. Wichtig für die Annäherung sei der deutsche WM-Sieg von 1954 gewesen, über den in Israel „bemerkenswert fair“ berichtet wurde, sagte Lämmer. Danach galt der DFB-Trainerlehrgang in Köln in Israel als gute Adresse, wo der spätere israelische Nationaltrainer Emmanuel Schaffer 1958 / 59 lernte. 1970 schaffte er sensationell mit seiner Auswahl die WM-Teilnahme. An der Sporthochschule hatte Schaffer Trainer Hennes Weisweiler kennen gelernt, der inzwischen Mönchengladbach trainierte. Für die letzten WM-Testspiele wandte er sich an seine alten Lehrer. Und so trat Israel 1969 in Mönchengladbach an – und verlor 0:3. Ein halbes Jahr später gewann Mönchengladbach in Tel Aviv gar mit 6:0. Das Publikum war angetan und feierte das Mönchengladbacher Team in Sprechchören. „Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bestanden damals noch keine fünf Jahre“, berichtete Lämmer.

In weniger harmonischem Umfeld findet die Arbeit Jo Eckers statt, der die Initiative Fußballvereine gegen Rechts gegründet hat, er kämpft gegen Rassismus im Amateur- und Jugendfußball. Dafür erhielt er 2008 den Julius-Hirsch-Preis, benannt nach dem jüdischen Fußball-Star von Werder Bremen, der 1943 in Auschwitz starb. Er versucht, den rechtsradikalen Geist von den Sportplätzen fernzuhalten und aufzuklären. Mit seinen vielen Aktionen steht er an forderster Front.

Michael Gabriel von der Koordinierungsstelle Fanprojekte der deutschen Sportjugend engagiert sich seinerseits gegen rechte Gewalt in Fankreisen der Bundesligisten. Er stellte eine Besserung gegenüber den 80er Jahren fest, in denen viele Gruppierungen noch offen rechtsradikal waren. „Zivilcourage wird heute in der Fankurve häufiger gelebt“, sagte er. (cm)

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Sechs Fußballvereine schließen sich dem Dürener Bündnis an!

Nachdem der Fußballverband Mittelrhein vor wenigen Tagen dem Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt beigetreten ist, folgten die Dürener Fußballvereine Germania Birgel, TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch, SV 1923 Merken, Columbia 03 Drove, Frankonia Broich und der SV Nörvenich 1919 nach. Die Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS hat alle Vereine des Kreises Düren angeschrieben und diese über eine Mitgliedschaft informiert. Es werden in Kürze weitere Vereine folgen.

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TOLERANZ ÜBEN – STÄRKE ZEIGEN – VIELFALT LEBEN

Projekttage für Jugendliche

PROJEKTTAG 1

ICH BIN ICH? MENSCHENRECHTE UND STAATSRECHTE

Wie wichtig ist in unserer Gesellschaft der einzelne Mensch?

Historischer Spiegel:

Menschen mit nationalsozialistischer Gesinnung schlossen viele Menschen
aufgrund ihrer ethnischen, kulturellen und religiösen Herkunft
sowie ihrer politischen und sexuellen Orientierung aus der so genannten
„Volksgemeinschaft“ aus. Individuelle Rechte in einem eng begrenzten
Rahmen gewährten sie nur ihres gleichen.

PROJEKTTAG 2

SPORT – DEINE ODER UNSERE LEISTUNG?

Welchen Stellenwert hat der Sport in unserer körperbetonten und leistungsbewussten Gesellschaft? Wie verhalten sich individuelle sportliche Leistungen und gesellschaftliche Anerkennung zueinander?

Historischer Spiegel:

Die Sportstätten und Großplastiken Vogelsangs demonstrieren sinnbildlich
die nationalsozialistische Einstellung zum Körper. Die individuelle
Leistungssteigerung durch sportliches Training diente der Gemeinschaftsformung
und dem kämpferischen Streben nach Überlegenheit.

PROJEKTTAG 3

WER VERFÜHRT WEN? MONUMENTE DER MACHT

Wie drücken sich staatliche und gesellschaftliche Strukturen in Bauwerken
aus? Können Menschen durch die Architektur in ihrem Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst werden?

Historischer Spiegel:

Die Architektur Vogelsangs zeigt eindrucksvoll die gesellschaftspolitischen
Visionen der Nationalsozialisten. Sie repräsentierte gleichzeitig deren umfassende politische Machtansprüche.

PROJEKTTAG 4

ABENTEUER INTERNAT? PRÄGUNG DURCH ERZIEHUNG

Welche Aufgabe hat Jugenderziehung für Staat und Gesellschaft?

Historischer Spiegel:

Die NSErziehung wurde als umfassende Beeinflussung aller Mitglieder der „Volksgemeinschaft“ verstanden. In besonderen „Ausleseschulen“ versuchten die Nationalsozialisten, die Jugend für Partei und Staat zu formen und dadurch dauerhaft an sich zu binden.
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Resolution des Gemeinderates Aldenhoven

Als Mitbegründer des Aldenhovener Bündnisses gab Alfred Paduschek diese einstimmig beschlossene Resolution des Rats der Gemeinde Aldenhoven an unser Redaktionsteam weiter:

„Der Rat der Gemeinde Aldenhoven ist sich bewusst, dass in unserer Gesellschaft Menschen aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer Religion, ihrer Nationalität oder Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Identität, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihrer sozialen Stellen oder ihrer persönlichen Umstände ausgegrenzt und benachteiligt werden.

Der Rat der Gemeinde Aldenhoven stellt fest, dass diese Diskriminierung im Widerspruch zu dem in Artikel 1 des Grundgesetzes garantierten Schutz der Menschenwürde und dem in Artikel 3 des Grundgesetzes enthaltenen Gleichbehandlungsgebot steht und verpflichtet sich daher, im Rahmen seiner Möglichkeiten alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um jeder Art von Diskriminierung im Gemeindegebiet entgegen zu wirken.

Darüber hinaus fordert der Rat der Gemeinde Aldenhoven alle Aldenhovener Bürgerinnen und Bürger sowie alle im Gemeindegebiet ansässigen oder tätigen Unternehmen, Betriebe, Behörden, Institutionen, Vereine und Verbände auf, sich dieser Selbstverpflichtung anzuschließen.“

Dies kann auch unter den Link: http://www.aldenhoven.de/index.php nach gesehen werden.

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Rundbrief Nr. 9

Download: Rundbrief Nr. 9, November 2009

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Ausstellung: Es gibt hier keine Kinder

Auschwitz, Groß-Rosen, Buchenwald Thomas Geve: Zeichnungen eines kindlichen Historikers

Sehenswert ist diese Ausstellung, die von der VHS der Stadt Düren initiiert, noch bis zum 27.11. 2009 täglich im Foyer des Rathauses in Düren für Besucher zugänglich ist.

Thomas Geve, der Künstler, traf als Dreizehnjähriger im Januar 1945 mit einem Transport aus dem KZ Groß-Rosen im KZ Buchenwald ein und kam mit der Nummer 127158 in den Kinderblock 66 im Kleinen Lager.

Zwischen April und Juni 1945 zeichnete er, noch in Buchenwald, seine Erlebnisse in 79 Zeichnungen mit bunten Farbstiften und Wasserfarben auf der Rückseite von Formularen der Lagerverwaltung auf.

Beispiel 1:

Thomas Geve „Wir werden gefilzt“ Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thomas Geve „Desinfektion“ Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dabei halfen ihm die Informationen von Kameraden, die ihm beispielsweise berichteten, wie das KZ Buna/Monowitz, in dem Thomas Geve nie gewesen war, ausgesehen hatte.

KZ Buna/Monowitz –
© Fritz Bauer Institut (Bestand APMO / Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau)

Unmittelbar nach der Befreiung gab man ihm Papier aus der Kommandantur – meist Formulare und ähnliches, auf denen er den Alltag im KZ, Appelle, Arbeit, Essensausgabe, Krankheiten, den Terror der SS zeichnete.

Auf 24 Tafeln (Galerieaufhängung bzw. Stellwände) sind 79 Zeichnungen reproduziert. Es gibt einen gleichnamigen Katalog, 1997 im Wallstein-Verlag erschienen, ein Videointerview mit Thomas Geve, sowie als Werbematerial ein Faltblatt und ein Plakat.

Information auch unter:

Das Konzentrationslager Buna/Monowitz
Öffnungszeiten

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