Der Hambacher SV beteiligt sich an der Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“

Am 05.06.2010 wurde auf dem Sportgelände des Hambacher SV, der im Wohnort des NPD-Führers Haller beheimatet ist, ein Schild mit der Aufschrift  „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“ angebracht.

Damit setzen die Fußballer des Ortes ein Zeichen, dass Sie rechte Gewalt und Fremdenhass in ihrer Umgebung nicht dulden.

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Umgang mit rechtsextremen Tendenzen in der Schule

Fortbildung des Forums Jugend und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung für Lehrerinnen und Lehrer

Am 09. September 2010 wird die eingtägige Fortbildung von 9.00 – 16.30 Uhr durchgeführt.
Weitere Informationen zum Programm und dem Fortbildungsleiter finden Sie im Einladungsflyer und in der Antwortpostkarte.

Die Veranstaltung findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn statt. Die Kosten für Programm und Verpflegung trägt das Forum Jugend und Politik.

Anmeldungen auch per Email an: sabine.schwebig-piontzik@fes.de,
per Fax an: 0228/883-9223 (s. Antwortpostkarte)
oder
telefonisch an: 0228/883-7105.

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Fachseminar

„Beratung und Demokratieerziehung im Kontext multiethnischer Konflikte“

Die Mobile Beratung der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus veranstaltet am

14. Juni 2010 von 11 – 16.30 Uhr

gemeinsam mit der Zentralstelle des Bundesprogramms „kompetent. Für Demokratie“ ein Fachseminar mit dem Titel „Beratung und Demokratieerziehung im Kontext multiethnischer Konflikte“. Tagungsort ist das

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23 – 25, 50667 Köln.

Das Fachseminar richtet sich vor allem an MultiplikatorInnen aus dem Bereich Beratung/Rechtsextremismus/Jugend- und Sozialarbeit, allerdings sind auch Interessierte herzlich eingeladen, sich anzumelden.

Ausschreibung

Anmeldungen bitte bis zum 10. Juni 2010 ausschließlich an:

zentralstelle@beratungsnetzwerke.de

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Buchvorstellung

Rassismus bildet!

Abbildung

Dieses Buch versammelt Studien, die sich kritisch mit der Bildungsdimension rassistischer Normalität auseinandersetzen. Rassistische Ordnungsprinzipien des machtvollen Unterscheidens wirken nicht allein als ‚äußerliche’ Verteilung von Ressourcen, sondern sind auch in dem Sinne produktiv, als sie auf Selbst-, Gegenstands- und Weltverständnisse einwirken.
Die Beiträge des Bandes untersuchen als üblich geltende – und dadurch kulturell selbstverständliche – institutionelle und interaktive Praxen der Fremd- und Selbstpositionierung in formellen und informellen Bildungszusammenhängen. Es wird gezeigt, wie die Gewöhnlichkeit solcher, an rassistische Traditionen anschließenden Unterscheidungspraxen ihre Wirksamkeit ausmacht.

Anne Broden, Paul Mecheril (Hg.)
Rassismus bildet
Bildungswissenschaftliche Beiträge zu Normalisierung und Subjektivierung
in der Migrationsgesellschaft
Bielefeld 2010

Das Buch wurde im Auftrag des IDA-NRW von Anne Broden und Paul Mecheril herausgegeben und gedruckt mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist im Buchhandel erhältlich.
Mai 2010, 294 S., kart., 28,80 €
ISBN 978-3-8376-1456-5

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„Zwischen Romantisierung und Rassismus“

Sinti und Roma – 600 Jahre in Deutschland

Das Dürener Bündnis hat seit seiner Gründung Kontakt zu hier lebenden Sinti, auch Mitglieder des Bündnisses. Auf deren Wunsch hin ist diese Veranstaltung entstanden:

Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma in Europa. In den einzelnen Ländern bilden sie alteingesessene und historisch gewachsene Minderheiten. Im Raum Düren leben mehrere hundert Sinti.

Die Grundzüge der Geschichte von Sinti und Roma in Deutschland – immer vor dem größeren Hintergrund der europäischen Nationalgeschichte – aufzuzeigen, ist die Absicht von Anita Awosusi aus Heidelberg. Frau Awosusi ist Vorstandsmitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Nach dem Vortrag ist zu einer Diskussion eingeladen.

Termin: Montag, 14. Juni 2010, 19.30 Uhr
Ort: Vortragsraum neben der Christuskirche Düren

Nach § 6 des Versammlungsgesetzes sind Vertreter und Sympathisanten rechtsextremer Parteien und rechtsextremer Gruppierungen von der Teilnahme an dieser Versammlung ausgeschlossen.

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Anschlag auf Jugendzentrum

Stellungnahme

Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt nimmt mit Bestürzung zur Kenntnis, dass in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai auf das Jugendzentrum MultiKulti ein Anschlag verübt wurde, bei dem die Scheiben des Hauses eingeschlagen wurden. Die Außenwände wurden mit der Parole ‚Keine Plattform den Antideutschen’ beschmiert.
Das Jugendzentrum, in Trägerschaft der Evangelischen Gemeinde zu Düren, ist Anlaufstelle für viele Kinder und Jugendliche aus Düren Nord. Dort wird Freizeit verbracht, gespielt, gelernt, es finden viele Gruppenangebote und große Veranstaltungen, z. B. der Mädchentag der Stadt Düren statt.
Der Name Multi ist Programm. So ist das Haus ein Ort der Vielfalt, wo Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft sich begegnen und sich im respektvollen Umgang miteinander einüben.
Am 8. Mai, dem Jahrestag des Endes der Nazidiktatur in Deutschland, hatte dort aus diesem Anlass ein Konzert stattgefunden, veranstaltet von der Antifa und der Evangelischen Gemeinde.
Dass an einem solchen Gedenktag einer Jugendeinrichtung, die vor allem von Migrantenkindern genutzt wird, die Scheiben eingeschlagen werden, ist beschämend.
Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt verurteilt den Anschlag und erklärt sich solidarisch mit dem Engagement der Evangelischen Gemeinde für eine offene vielfältige Gesellschaft.

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OPEN MEMORY – Portraits von Deportierten

Gedenkinstallation in der Kölner Innenstadt, Heinrich-Böll-Platz, noch bis zum 24. Mai 2010

Im Januar 1944 wurden mit dem Transport Z 351 Roma und Sinti von
Nordfrankreich nach Auschwitz deportiert. Mit dem Konvoi XX wurden 1638
jüdische Menschen von Belgien nach Auschwitz verschleppt. Dieser Zug wurde
von drei jungen Männern gestoppt. Über hundert Menschen konnten dadurch ihrem
Tod entfliehen.
26 großflächige Transparente zeigen 1.500 Portraits von Menschen, die sich in
diesen „Transporten“ befanden. Sie erinnern stellvertretend an alle
Deportierten des Krieges. Vor ihrer Ermordung wurden sie ausgegrenzt,
entmenschlicht und zu Feinden erklärt.

Die Deportation und Ermordung von Millionen Menschen steht in einem
unauflösbaren Zusammenhang mit dem von Deutschland begonnenen Krieg.

Weitere Informationen unter www.open-memory.info

Führungen für Schulklassen unter www.open-memory.info/fuehrungen.php

Hierzu gibt es am Sonntag, dem 16. Mai 2010:

15.00 Uhr: Sprechtheater „Opera Nomadi“ mit Nedjo Osman

17.00 Uhr: Konzert mit Romano Trajo (Musik der Roma)

Altenberger Hof, Mauenheimer Str. 92, Köln-Nippes

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Hunderte im Einsatz gegen Rechts

FÜR EINE HOHE WAHLBETEILIGUNG

Zwei Tage vor der Wahl waren Hunderte von Bündnismitgliedern bei verschiedenen Veranstaltungen im Einsatz und warben für eine hohe Wahlbeteiligung.

In der Vielfältigkeit der Veranstaltungen zeigte sich die Breite des Bündnisses:
Am 07.05. gab es am frühen Nachmittag Protest gegen die pro-NRW – Wahlveranstaltung, am Spätnachmittag eine Demonstration durch Düren und abends ein Rockkonzert in Vettweiß – Disternich. Am nächsten Tag, dem 08.05. fanden sich 14 jugendliche und erwachsene Mitglieder am Bündnis-Infostand ein.

Viele weitere Vertreter der in der Nachbarschaft stehenden Parteien – ebenfalls Mitglieder – kamen zum Stand. Abends gab es für die Jugend ein Konzert im Multi-Kulti, veranstaltet von der Antifa.

Polizeimeldungen zufolge begann der Demonstrationszug 07.05. 2010 am Spätnachmittag am Haus der Stadt mit 150 Personen und endete am Markt mit 250 Personen.

Zeitungsmeldungen zur Demonstration:

an-online.de

az-web.de

Bilder zur Demonstration:

Sammlung am Haus der Stadt:

Ansprachen von Ludger Dowe und Thomas Müller am Haus der Stadt:

Auf dem Weg durch die Stadt:

Ankunft am Markt, Big-Band, Essen und Trinken erwarten die DemonstrantInnen:

Ansprachen Karl Panitz

und Vera Schellberg

Trotz des Dauerregens bleiben die Menschen noch zu einer kleinen Feier mit Grillwürstchen und Getränken

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Rechte Partei von zwei Seiten beschallt

Proteste gegen Wahlkampfveranstaltung

Verschiedene Gruppen beteiligten sich an einem massiven Protest gegen die Wahlveranstaltung am Nachmittag des 07.05. 2010 von pro NRW am Wirteltorplatz.

Die Reden wurden von Antifa, Bündnis 90/Die Grünen und PassantInnen von der Ecke Josef-Schregel-Str./Kuhgasse durch lautes Rufen, Pfiffe und durch Musik gestört.

Von Seite der Wirtelstraße her ertönte von Mitgliedern des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt, des Vereins Fußballvereine gegen Rechts und der Initiative „Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt“, verkleidet als „Wölfe im Schafspelz“ ein Hupkonzert, sobald ein Vertreter von pro NRW zu reden begann.

Alle in Richtung Wirteltorplatz gehenden und von dort kommenden PassantInnen wurden von der Kette der Bündnismitglieder mit Flugblättern und in Gesprächen über das gefährliche Gedankengut dieser Partei aufgeklärt.

Es gab ein hohes Polizeiaufgebot, das zwei klare Grenzen von der Veranstaltung pro NRW jeweils zur Wirtelstraßengruppierung und zur Kuhgassengruppierung zog, das aber „erkennbar einfache Bürger“ die Veranstaltung passieren ließ.
So konnte z. B. ein für die Polizei nicht als demonstrationsbeteiligt-erkennbares Mitglied des Bündnissprecherkreises zwar den Wirteltorplatz passieren in Richtung ProtestantInnen/Kuhgasse, durfte aber nicht mehr den gleichen Weg zur eigenen Gruppe zurückkehren, weil es mit ProtestantInnen von Antifa und Bündnis 90/Die Grünen gesprochen hatte.

PassantInnen des Wirteltorplatzes reagierten in Anbetracht der mit Volksmusik vermischten Hasstiraden von pro NRW zornig.

Trotz der starken Regulierung durch die Polizei ließen sich Handgreiflichkeiten auf dem Wirteltorplatz nicht verhindern – im Verlauf derer sogar ein zwölfjähriges Kind von einem pro NRW Aktivisten körperlich attackiert wurde.

Auch nicht vermeiden ließen sich Hinterlassenschaften wie diese,

die aber noch am gleichen Tag Eierwerfern zum Opfer fielen und am nächsten Morgen ganz verschwunden waren.
Manch einer mag der Meinung sein, das alles sei zu viel der Ehre und des Aufwands – man solle diese Menschen doch besser ignorieren. Ignoranz ist aber in einer stark frequentierten Einkaufstraße nicht möglich, einige schauen wenigstens aus Neugier hin.

Und ganz eindeutig fanden viele Dürener es wichtiger, auf verschiedenen Wegen zum Ausdruck zu bringen, dass diese Partei in Düren unerwünscht ist.

Dies wurde am gleichen Tag auch von einem schwedischen Reporter aufgenommen. Er recherchierte für sein Land, wie man in Deutschland auf die Partei pro NRW und deren schwedischen Geldgeber reagiert.

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Phänomen (Hanns Dieter Hüsch)

Zum Besuch der rechtsextremen Gruppierung „pro-NRW“ in Düren

Was ist das für ein Phänomen
Fast kaum zu hören kaum zu sehn
Ganz früh schon fängt es in uns an
Das ist das Raffinierte dran

Als Kind hat man’s noch nicht gefühlt
Hat noch mit allen schön gespielt
Das Dreirad hat man sich geteilt
Und niemand hat deshalb geheult

Doch dann hieß es von oben her
Mit dem da spielst du jetzt nicht mehr
Das möcht ich nicht noch einmal sehn
Was ist das für ein Phänomen

Und ist man grösser macht man’s auch
Das scheint ein alter Menschenbrauch
Nur weil ein andrer anders spricht
Und hat ein anderes Gesicht

Und wenn man’s noch so harmlos meint
Das ist das Anfangsbild vom Feind
Er passt mir nicht er liegt mir nicht
Das ist das nicht und find ihn schlicht

Geschmacklos und hat keinen Grips
Und auserdem sein bunter Schlips
Dann setzt sich in Bewegung leis
Der Hochmut und der Teufelskreis

Und sagt man was dagegen mal
Dann heisst’s: Wer ist denn hier normal
Ich oder er du oder ich
Ich find den Typen widerlich

Und wenn du einen Penner siehst
Der sich sein Brot vom Dreck aufliest
Dann sagt ein Mann zu seiner Frau
Guck dir den Schmierfink an die Sau

Verwahrlost bis zum dorthinaus
Ja früher warf man die gleich raus
Und heute muss ich sie ernähr’n
Und unsereins darf sich nicht wehr’n

Und auch die Gastarbeiterpest
Der letzte Rest vom Menschenrest
Die sollt man alle das tät gut
Spießruten laufen lassen bis auf’s Blut

Das hamwer doch schon mal gehört
Da hat man die gleich streng verhört
Verfolgt gehetzt und für und für
Ins Lager reingepfercht und hier

Hat man sie dann erschlagen all
Die Kinder mal auf jeden Fall
Die hatten keinem was getan
Was ist das für ein Größenwahn

das lodert auf im Handumdrehn
Und ist auf einmal Weltgeschehn
Denn plötzlich steht an jedem Haus
Die Juden und Zigeuner raus

Nur weil kein Mensch derselbe ist
Und weiß und schwarz und gelbe ist
Wird er verbrannt ob Frau ob Mann
Und das fängt schon von klein auf an

Und wenn ihr heute Dreirad fahrt
Ihr Sterblichen noch klein und zart
Es ist doch eure schönste Zeit
voll Phantasie und Kindlichkeit

Lasst keinen kommen der da sagt
Dass ihm dein Spielfreund nicht behagt
Dann stellt euch vor das Türkenkind
dass ihm kein Leids und Tränen sind

Dann nehmt euch alle an die Hand
Und nehmt auch den der nicht erkannt
Dass früh schon in uns allen brennt
Das was man den Faschismus nennt

Nur wenn wir eins sind überall
Dann gibt es keinen neuen Fall
Von Auschwitz bis nach Buchenwald
Und wer’s nicht spürt der merkt es bald

Nur wenn wir in uns alle sehn
Besiegen wir das Phänomen
Nur wenn wir alle in uns sind
Fliegt keine Asche mehr im Wind

Geschickt von einem Mitglied zum Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch

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