… zur Sondersitzung des Kulturausschusses der Stadt Düren vom 25.09.2012:
… zur Sondersitzung des Kulturausschusses der Stadt Düren vom 25.09.2012:
Fachtagung des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit in Aachen
Für den AKS Aachen, als reflexive Schnittstelle zwischen Praxis, Theorie und Lehre der Sozialen Arbeit, ist es ein besonderes Anliegen, die wirkende islamfeindliche Stimmung zu thematisieren und Diskriminierungs- und Abwertungsprozesse, auch vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit, in den Fokus zu nehmen.
Tagungsprogramm, -gebühr und Anreise
Schreiben des Herrn Wiegand an die Mitglieder des Kulturausschusses der Stadt Düren und an Herrn Bürgermeister Larue
Das Bündnis „Verfassungsschutz auflösen!“ ruft zur Unterstützung für den Aufruf sowie für den 10.11.2012 unter dem Motto „Verfassungsschutz auflösen – Rassismus bekämpfen!“ zu einer Demonstration in Köln-Chorweiler vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auf.
Köln ist der Hauptsitz des Verfassungsschutzes und des Militärischen Abschirmdienstes MAD und die Stadt, in der zwei Bombenanschläge des NSU stattfanden.
Aufruf:
Für die Offenlegung aller Informationen bezüglich VS/NSU und der
Unterstützung von Neonazis durch den Verfassungsschutz und andere
Geheimdienste!
Für einen Untersuchungsausschuss, in dem alle Menschen dieser
Gesellschaft durch VertreterInnen ihres Vertrauens Zugang zu allen
Informationen haben!
Gegen Rassismus und Ausgrenzung!
Solidarität mit den NSU-Opfern und ihren Angehörigen! Entschädigung für
die rassistischen und diffamierenden polizeilichen Ermittlungen!
Verfassungsschutz auflösen – Geheimdienste abschaffen!
Bündnis „Verfassungsschutz auflösen!“ Website: http://vsaufloesen.noblogs.org/
Wer den Aufruf unterstützen will, schickt eine Email mit dem Betreff
„Unterstützen“ an vs-aufloesen@riseup.net
Siehe auch: Trittin will MAD und Verfassungsschutz auflösen vom 12.09. 2012
Derzeit wissen wir nicht, wie tief Wamper verstrickt war im National- sozialismus, die Quellenlage ist unübersichtlich. Unser Blick schärft sich auch dann nicht, wenn wir die Liste der sogenannten Gottbegnadeten betrachten. Eine historisch-kritische Einzelbetrachtung dieser rätselhaften Papiere steht n.m.K. noch aus. Vielleicht kommt Erhellendes aus Remagen, wo am 20.10.12 eine Studie zu Adolf Wamper 1901-77 vorgelegt werden wird. Das Friedensmuseum Brücke von Remagen hatte eine Historikerin mit dieser Arbeit beauftragt.
Exkurs 2: Wamper in Düren Obgleich Wamper das Relief neben dem Eingang zur Aula im Stiftischen gymnasium im Jahr 1960 längst abgeliefert hatte, befand er sich zunächst nicht im Kreise jener Künstler, welche die Verwaltung wegen der Teilnahme am Wettbewerb für ein Mahnmal ansprechen wollte. Erst am 22.01.1960, in der zweiten Sitzung des “Ausschuß für Mahnmal”, schlägt der Oberbürger- meister Spies den Wamper vor, anstelle des vom Museumsdirektor Appel genannten Bildhauers Spieß.
Im Stadtarchiv findet sich eine Namensliste der einzuladenden Künstler, maschinengeschrieben aber ohne Datum und ohne Signum, veröffentlicht In der Dürener Lokalpresse am 17.03.1960. Sechs Teilnehmer werden mit einer Kurzbiographie vorgestellt, der siebte, nämlich Adolf Wamper, lediglich mit dem kurzen Bemerk: “ Adolf Wamper, etwa 55 Jahre alt lebt in Essen Professor an der Folkwangschule in Essen”. Man kann Nachlässigkeit vermuten, aber abwegig scheint es mir dennoch nicht, zu unterstellen, daß hier die notorische Diskretion beim Umgang mit NS-Lebensläufen den Wamper vor lästigen Fragen schützen wollte.
Exkurs 3: Wampers Texte
Selbstmitleid und Verdrängung, der unüberhörbare Subtext im Werk des Wamper auf unserer Rathaustreppe, sind angelegt schon in der Ausschreibung zum Wettbewerb: “ …bildhauerisch figürliche Darstellung…die den Schmerz der Stadt über die Katastrophe, sowie über die Opfer der beiden Weltkriege zum Ausdruck bringt… Mahnmal, das auf das Unsinnige eines Krieges weist und zugleich in Trauer das Andenken an die Toten wach hält…”
Und dann mit gehörigem Schwulst aufgepumpt in der Lokalpresse am 17.03.1960 “… dem Mahnmal soll der Gedanke an die Qual einer zerstörten Stadt und das Leiden ihrer Bürger zugrunde liegen…” Düren, den 17.09.2012 Werner Wiegand
Die Web Adresse: www.RegionAachenGegenRechts.de
Hier gibt es Informationen aus der Städteregion zum Thema und aktuell die Infos zur Regionalkonferenz gegen Rechts am 29.9.2012
Aus der Presseerklärung:
„… Bei der Urteilsverkündung führte Präsident Dr. Bertrams aus: Die Versammlung des Klägers sei ohne einschränkende Auflagen von seiner Versammlungs- und Meinungsfreiheit geschützt gewesen. Sie habe gewaltfrei zur öffentlichen Meinungsbildung hinsichtlich eines angemessenen gesellschaftlichen Umgangs mit rechtsextremen Ideologien beitragen wollen. Straftaten seien auch ohne Ordner nicht zu befürchten gewesen. Die Grundrechte schlössen es aus, die bloße Durchführung einer derartigen Probeblockade, bei der niemand behindert werde, als strafbare grobe Störung einer Versammlung (§ 21 VersammlG) oder als strafbare Aufforderung hierzu (§ 111 StGB) zu werten. Dabei sei unerheblich, dass das Training zu einer späteren echten Blockade habe mobilisieren sollen. Friedliche Blockaden seien grundsätzlich zulässige Mittel, um die öffentliche Aufmerksamkeit für ein kommunikatives Anliegen zu erhöhen . … „
| Für das Leben – ohne Rassismus, Antisemitismus und KAL! Aktionsbündnis ruft zur Demo auf, Treffpunkt am 29.09.2012 – 12.00 Uhr – Erkelenz Bhf |
| http://29september2012.blogsport.de |
| Auch erwähnt im Bericht über die Heinsberger Naziszene im „Störungsmelder“ – Blog der Wochenzeitung DIE ZEIT |
Montag, 8. Oktober 2012, 19.30 Uhr, Büro der Regionaldekane,
Langenberger Str. 3 (neben Annakirmesplatz)
plant das Dürener Bündnis im Tagungsraum eine Informationsveranstaltung über ein Projekt, das im Sprecherkreis des BgR auf einstimmige Zustimmung gestoßen ist. Geplant ist, das Projekt „Engel der Kulturen“ im September 2013 in Düren und in vielen Gemeinden des Kreises Düren mit breiter Beteiligung durchzuführen.
Die bildenden Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich werden an diesem
Abend die Kunstaktion vorstellen und von ihren Erfahrungen über
unterschiedliche Aktionen in verschiedenen Ländern und Städten Europas
berichten.
Das Bündnis möchte, dass sowohl gemeinsame Aktionen als auch
Einzelprojekte in den verschiedenen Einrichtungen wie Schulen,
Jugendheimen und Kultureinrichtungen der Stadt und des Kreises Düren zu
dem zentralen Thema des Friedens veranstaltet werden.
In einem weiteren Schritt wird sich dann ein Arbeitskreis zwecks
Koordination und Organisation bilden.
Bisherige Unterstützer sind: Pax Christi, Integrationsausschuss,
Integrationsbeauftragte der Stadt Düren, Caritasverband Düren – Jülich und
die Evangelische Gemeinde zu Düren.
Einladung hier
Bitte informieren Sie sich vorab im Internet unter:
www.engel-der-kulturen.de
Folgende Presseerklärung wurde der Redaktion zugeschickt:
„Auseinandersetzungen mit Nazis haben ein Nachspiel in Münster
Nazigegnerinnen und Nazigegner streiten mit dem Aachener Polizeipräsidenten Klaus Oelze um das Recht, sich mit einem öffentlichen friedlichen Training auf
friedliche Blockaden von Naziaufmärschen vorbereiten zu dürfen.
Der Streit geht am kommenden Dienstag auf einer Berufungsverhandlung vor dem Landesverwaltungsgericht in Münster in die nächste Runde.
Der Kläger, der Stolberger Udo Beitzel, Mitglied der antifaschistischen „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)“, will erreichen, dass die Ordnungsbehörde, denn als solche hat die Polizei agiert, künftig keine diskriminierenden Auflagen mehr verhängen darf.
Seit 2008 fallen regelmäßig hunderte Nazis aus der ganzen Bundesrepublik und einige aus dem Ausland in Stolberg ein und machen an diesen Wochenenden ein normales Leben unmöglich. Insbesondere Migrantinnen und Migranten im Stadtteil Mühle sind offen bedroht worden. In Stolberg, in Eschweiler und anderen Orten gab es zahlreiche Veranstaltungen „gegen Rechts“, auf denen sich Tausende Bürgerinnen und Bürger gegen die Naziumtriebe aussprachen.
Doch eines sollte es nach dem Willen der Polizei nicht geben:
Erfolgreiche Blockaden der Naziaufmärsche. In Köln oder Dresden konnten Bürgerinnen und Bürger mit friedlichen Blockaden erreichen, dass Naziaufmärsche
gar nicht oder verkürzt und in menschenleeren Gebiet stattfanden. Der Aachener Polizeipräsident Klaus Oelze hingegen hat sogar das öffentliche Einüben der Durchführung friedlicher Blockaden mit polizeilichen Auflagen faktisch verboten. Udo Beitzel, der seinerzeit das „Blockadetraining“ für das „Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Stolberg“ angemeldet hatte, ging es ausdrücklich darum, sich angesichts der Provokationen und Bedrohungen durch die Nazihundertschaften entschieden friedlich auf ihr Auftreten vorzubereiten.
Gegen die Auflagen der Polizei hatte er Rechtsmittel eingelegt. Die Berufungsverhandlung findet nun vor dem Oberverwaltungsgericht Münster statt.
Das Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“, durch Innenminister Ralf Jäger, betrifft die meisten der Organisatoren der Naziaufmärsche in Stolberg. Udo Beitzel sieht sich durch das Verbot bestätigt. Er kann jedoch nicht nachvollziehen, dass der Innenminister zur schärfsten Waffe, einem Organisationsverbot gegen die KAL greift, aber friedliches Blockadetraining faktisch verboten wird. Und er erinnert daran, dass die Sonderkommission „Remok“ (Rechts motivierte Kriminalität) ebenfalls aus dem
Innenministerium einberufen wurde und dass offensichtlich erst damit eine effektive Zusammenführung polizeilicher Ermittlungsfähigkeiten geschaffen ist.
Udo Beitzel und seine Mitstreiter fahren deshalb frohen Mutes nach Münster und erwarten ein Urteil, dass den Polizeipräsidenten auch in dieser Frage zum Umdenken zwingt.“