Der Flammenengel – ein zeitgemäßes Denkmal?

Freitag, 16. November 19.00 Uhr:

Diskussion im Papst-Johannes-Haus in Düren, an der Annakirche

“Offenes Gespräch” über die nationalsozialistische Vergangenheit des “Flammenengels”

Diskussion über Dürens Denkmal

Ist der seit einem halben Jahrhundert an die völlige Zerstörung Dürens am 16. November 1944 mahnende “Flammenengel” am Rathaus das Werk eines prominenten Nationalsozialisten? Und was wäre von dem in der Mitte Dürens platzierten Mahnmal zu halten, wenn der Bildhauer Adolf Wamper wirklich ein ähnlich überzeugter und entschiedener Nationalsozialist gewesen wäre wie der als “Hitlers Bildhauer” zu Berühmtheit und einem Millionenvermögen gelangte Arno Breker?
Immerhin steht fest, dass Wamper, dessen später vom Volksmund “Flammenengel” genannte Skulptur, im Jahre 1960 von einem prominent besetzten Preisgericht einhellig aus vier Entwürfen namhafter deutscher Künstler ausgewählt und nach einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten am 16.  November 1962 eingeweiht wurde, Mitglied der NSDAP gewesen ist.
Fest steht auch, dass er 1944 in einer von Hitler selbst mitangelegten Liste der “gottbegnadeten Künstler” des “Dritten Reiches” aufgeführt wird, und dass er nach dem Zweiten Weltkrieg an der renommierten “Folkwang Hochschule” Leiter der Bildhauerklasse und 1970 gar zum Professor ernannt wurde.
Bei der diesjährigen Gedenkfeier soll eine Bronzetafel am Mahnmal enthüllt
werden, die diese Fakten aufführt und darauf hinweist, dass der Luftangriff
vom 16. November 1944 auch die fatale Folge der nationalsozialistischen
Kriegspolitik gewesen ist.
Am Abend lädt Bürgermeister Paul Larue dann um 19 Uhr im Papst-Johannes-Haus zu einem “Offenen Gespräch” über Wert und Unwert von Wampers Werk ein. Einleitend werden Stadt- und Kreisarchivar Helmut Krebs und Dr.Horst Wallraff die Umstände der einstimmigen Entscheidungsfindung von 1960/1962 erläutern.
Daran anschließend wird die Historikerin Bettina Oesl in einem kurzen Referat ihre Erkenntnisse über Wampers Werdegang im “Dritten Reich” zusammenfassen, welche sie unlängst in Remagen, wo seit Jahren eine “Wamper-Kontroverse” schwelt, vorgetragen hat. Moderiert wird das “Offene Gespräch” von Susanne Rössler, Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde zu Düren.
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20 Jahre Mahnstunden an den Rückriem-Stelen

„Erinnern – Wachbleiben“

Seit 20 Jahren treffen sich  unter diesem Motto am 9. November – zeitgleich um 19.00 Uhr – an den zehn Stelen im Dürener Stadtgebiet Dürener Bürger(innen) zu Mahnstunden. Vor ca. 25 Jahren wurden diese Stelen, die der Künstler Ulrich Rückriem gestaltet hatte, errichtet, und zwar meist an Orten, an denen im Nazi-Regime Unrecht geschah.

Viele verschiedene Gruppen und Einzelpersonen sind an der Gestaltung beteiligt:  Schulen, Kirchengemeinden, politische Parteien, u.a.

Hier die Orte, die Begründung für die Errichtung und die vorbereitenden Gruppen:

Schützenstraße (Synagoge): Jugendbüro der kath.Kirche

Oberstraße (Sammellager Gerstenmühle): Gymnasium am Wirteltor

Amtsgericht (  Unrechtsjustiz) : Angelaschule und Stiftisches Gymnasium

Wernersstraße (Schlageterheim): SPD-Bezirk Düren-Mitte, Realschule Wernersstraße,

Arnoldsweiler( Gefangenenlager): Bezirksausschuss

Birkesdorf (Altes Rathaus): SPD-Bezirk Nord, Ev. Gemeinde Birkesdorf

Lendersdorf (Sammellager Thuirs-Mühle): Kath. Gemeinde St. Michael, Lendersdorf

Gürzenich (Synagoge): Kath. Gemeinde St. Johannes Evangelist

Mariaweiler (Anne-Frank-Gesamtschule) Anne Frank Gesamtschule

Landesklinik (Euthanasie): Pflegevorschule

Bei den Mahnstunden wird einerseits der Gräuel der Nazizeit gedacht, andererseits aber auch der Blick auf vielerlei Unrecht gelenkt, das heute nicht nur fern in der Welt, sondern manchmal auch in unserem Land, in unserer Stadt, neben uns von Menschen anderen Menschen zugefügt wird.

Zur „Mit-Denken“ werden alle Bürger(innen) freundlich eingeladen von

Georg Fritzen, pax christi-Regionalgruppe Düren

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Position der Antifa Düren zu dem Rechercheergebnis von Bettina Oesl

Wir bericheten zum Thema Wamper, hierzu schreibt die Antifa Düren:

Die Historikerin Bettina Oesl hat herausgefunden:

Adolf Hitler war kein Nazi!
So oder ähnlich kann das Ergebnis der Recherche gewertet werden, die Bettina Oesl zu Adolf Wamper durchgeführt hat.
Die Ergebnisse der Recherche wurden am Samstag, 20. Oktober 2012, präsentiert zum 13. Treffen der ehemaligen Kriegsgefangenen in Remagen. Warum eigentlich gerade da?
Demnach sei Wamper Mitglied der NSDAP gewesen und habe als Künstler “ohne Zweifel für das damalige Regime gearbeitet”.
Dennoch zog die Historikerin folgendes Fazit:
1. „Nach Einsicht und Auswertung der mir zugänglichen Akten und Dokumente gibt es keinen Hinweis auf Privilegien, Bereicherungen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Adolf Wamper posthum zum Vorwurf gemacht werden könnten“
2. „Vielmehr sei Wamper, der 1933 in die NSDAP eintrat, im Juli 1948 von einem Entnazifizierungsausschuss als „Entlasteter“ eingestuft wurde, als Mitläufer oder angepasster Künstler zu verstehen.“
Dieses Fazit ist nicht nachvollziehbar denn unsere Rechercheergebnisse lassen durchaus die Bewertung zu: Adolf Wamper war ein aktiver Nazikünstler.
Hier die Fakten:
Mit der Machtübertragung an die Faschisten 1933 trat Wamper der „NSDAP“ bei.
Wamper war von 1933 bis 1945 Mitglied in der „Reichskammer der bildenden Kunst“. Die Reichskammer der bildenden Künste, war eine Institution im Faschismus, welche die Aufgabe hatte, Bildende Kunst zu fördern, die der damaligen Gesinnung entsprach, aber auch solche zu unterdrücken, die ihr widersprach und war damit Teil der Gleichschaltung der Gesellschaft während des Faschismus. Viele bedeutende Künstler die in Gegnerschaft zu den Faschisten standen oder einfach nur weil sie jüdischen Glaubens waren, wurden aus der Kammer entfernt. Als Mitglied dieser Kammer hat  sich Wamper aktiv an der Unterdrückung von  Künstlern beteiligt. Für viele Künstler war dies Existenzbedrohend.
1937, 1940 und 1941 wurden Werke von Adolf Wamper auf der Großen deutsche Kunstausstellung in München ausgestellt. Auf der Ausstellung 1940 konnte Wamper sein kriegsverherrlichendes Werk „Genius des Sieges“  in der Kunstausstellung in München präsentieren. Viele Kunstwerke von bedeutenden Künstlern die der damaligen Gesinnung nicht entsprachen wurden hingegen aus den Galerien entfernt oder vernichtet.
Was die Bereicherung betrifft so waren seine Einkünfte in der Zeit seiner Zusammenarbeit  mit den Nazis nach eigenen Angaben sehr erträglich. Sie betrugen ein Vielfaches dessen, was beispielsweise ein Arbeiter verdient hat. Auf jeden Fall hat ihm seine Mitgliedschaft in der faschistischen Partei finanzielle Vorteile verschafft.
Wamper war vom Kriegsdienst frei gestellt denn er war „Künstler im Kriegseinsatz“. Dies hat er sehr ernst genommen. Seine Plastiken am Olympiagelände in Berlin im Auftrag des Propagandaministeriums und sein Werk „Genius des Sieges“ ausgestellt auf der Kunstausstellung 1940 in München haben das Ziel verfolgt die faschistische Propaganda zu verbreiten und die Kriegsbegeisterung zu erhalten beziehungsweise zu fördern und den Faschismus zu festigen. Für seine Arbeiten am Olympiagelände bekam er von den Faschisten den Olympiaorden.
In dem Krieg, für den Wamper als Künstler im Einsatz war, wurden millionenfach Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Wamper hat sich durch sein Engagement für Faschismus und Krieg mitschuldig gemacht an den begangenen Verbrechen.
Die Schlussfolgerungen die Frau Oesl bezüglich der Ergebnisse des „Entnazifizierungsausschuss“ betreffs Adolf Wamper zieht sind nicht nachvollziehbar. Sie geht von der falschen Vorraussetzung aus, dass die Ergebnisse dieser Ausschüsse immer  unumstößliche Fakten zur Grundlage hatten.
Wenn jemand von den Entnazifizierungsausschüssen als „Entlasteter“ eingestuft wurde schloss dies aber häufig nicht aus, das derjenige auch tatsächlich kein „Belasteter“ war.
Wampers „Entnazifizierung“ fand in den westlichen Besatzungszonen in Bielefeld statt. Besonders in diesen Zonen nahmen die Entnazfizierungsausschüsse ihre Tätigkeit nicht besonders ernst und wurden dabei von den Engländern und Amerikanern unterstützt beziehungsweise dazu angehalten. In diesem Zusammenhang bekam der Begriff von „Persilscheinen“ eine neue Bedeutung. Was war ein „Persilschein und wie bekam man diesen? In der Praxis ging dass so: Aus Gefälligkeit, gegen Zahlung von Geld oder nach dem Prinzip eine Hand wäscht die andere bescheinigten sich Menschen gegenseitig, häufig auch bei tieferer Verstrickung in das faschistische System, keine Nazis gewesen zu sein.
Dies wurde in den einzelnen Zonen unterschiedlich praktiziert. Folgende Zahlen sollen dies dokumentieren:
In der sowjetischen Besatzungszone wurden bis zum Ende der Entnazifizierung insgesamt rd. 520 000 Menschen als Nazis, Militaristen und Kriegsverbrecher entlarvt und aus ihren Stellungen entfernt.
In den westlichen Besatzungszonen hingegen wurden bis zum Ende der Entnazifizierung 6 083 694 Fälle untersucht aber nur 1667 wurden als Hauptschuldige und 23 060 als Belastete eingestuft.
Lag dies etwa daran das nach 1945 im Westen weniger Nazis gelebt haben als im Osten? Wir sagen Nein denn das Gegenteil war der Fall. Ein großer Teil der Nazis sind in die westlichen Zonen geflohen aus Angst vor der Rache der „Russen“. In den anderen Zonen hatten sie weniger zu befürchten.  Diese Angst fand unter anderem Nahrung dadurch, weil immer klaren erkennbar war, dass die Faschisten in der Sowjetunion am schlimmsten gewütet hatten. Kaum eine sowjetische Familie hatte keine Opfer zu beklagen.
Die dokumentierten unterschiedlichen Zahlen sind einzig auf die unterschiedliche Handhabung der Entnazifizierung zurück zu führen. In den westlichen Zonen war das Netz großmaschiger. Viele Faschisten wurden dadurch rein gewaschen und konnten mit dem so genannten „Persilschein in der Hand, wider besseren Wissens, behaupten mit den Faschisten nichts gemein zu haben und schon immer Demokraten gewesen zu sein. Einer Kariere nach 1945 stand damit im westlichen Teil Deutschlands nichts mehr im Weg. So kam es das Faschisten in allen gesellschaftlichen Bereichen der BRD, sei es in der Justiz, beim Militär, in der Wirtschaft, der Polizei oder in der Politik wieder führende Positionen einnehmen konnten.
Wamper bekam mit diesem Persilschein 1948 eine Anstellung als Leiter der Bildhauerklasse an der Folkwangschule in Essen. Er blieb dort bis zu seinem Tod.
Beim Einblick in die Entnazifizierungsunterlagen von Wamper fällt auf, dass Fakten von Wamper  bewusst weggelassen wurden. Zum Beispiel seine Tätigkeit an der Weimarer Kunsthochschule. Hier hat er unter der Leitung von Paul Schultze-Naumburg eine Professur angenommen. Schultze-Naumburg war seit 1930 Mitglied der „NSDAP“. Zu seinem Freundeskreis zählten unter anderem Hitler, Goebbels und Himmler. Seit 1932 saß er für die Nazipartei im Reichstag. Schultze-Naumburg war ein aktiver Wegbereiter des Faschismus. Mit seinem Buch „Kunst und Rasse“ war Schultze-Naumburg Vorlagenlieferer der Ausstellung „Entartete Kunst“ von 1937. Auf Grund seiner Mitgliedschaft und seiner Funktion als Vorsitzender im „Kampfbund für deutsche Kultur“ war Schulze-Naumburg mitverantwortlich für die Schließung des Dessauer Bauhaus 1932 und für die Bücherverbrennung 1933.
Ein eingefleischter Faschist wie Schultze-Naumburg hätte diese Professur sicher niemanden angeboten der  „nur“ ein Mitläufer war.
Die in den Entnazifizierungsakten befindlichen Aussagen zu Wamper sind widersprüchlich. So äußert sich ein Bekannter das Wamper sich seiner Meinung nach schon länger innerlich von den Faschisten entfernt hätte.
Trotz der Entfernung hat er aber die ihm angebotene Professur in Weimar angenommen und ist dafür extra aus der Kirche ausgetreten was ihm als Bedingung gestellt wurde. Die passt absolut nicht zusammen! Und so erweckt diese Aussage durchaus den Verdacht, dass es sich wider besseres Wissen um eine Gefälligkeit handelte.
Die aufgezeigten Fakten machen deutlich, Wamper war ein aktiver Faschist. Dadurch hatte er viele Privilegien, er war zum Beispiel vom Kriegseinsatz befreit, konnte seine Werke ausstellen, konnte für damalige Verhältnisse viel Geld verdienen. Er war aber nicht nur Nutznießer sonder auch Akteur des verbrecherischen faschistischen Systems zum Beispiel im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der „Reichskammer der bildenden Kunst“ und in diesem Bereich durchaus auch auf Kosten anderer, durch seine Arbeiten am Olympiagelände und durch die Ausstellung seines Werkes „Genius des Sieges“ und durch seine Mitarbeit bei Schultze-Naumburg in Weimar war er aktiv beteiligt an der Verbreitung faschistischer Propaganda.
Deshalb halten wir an unserer Forderungen bezüglich der Gedenkveranstaltung am 16. November in Düren fest. Kein Gedenken vor dem Werk eines Nazikünstlers. Nazikunst aus dem öffentlichen Raum entfernen.
Was das Ergebnis der Recherche der Historikerin Bettina Oesl betrifft  liegt der Verdacht nahe das die Recherche nicht ergebnisoffen sondern mit dem Ziel geführt wurde, dem Nazikünstler Adolf Wamper ein zweites mal einen Persilschein auszustellen nachdem seine Nazivergangenheit öffentlich wurde.“
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Neonazismus und extreme Rechte im Kreis Düren

Vortrag und Diskussion

Aktuelle Hintergründe, Protagonisten, Aktionen, Erscheinungsformen
30. November 2012, 19 Uhr, KOMM, August-Klotz-Str. 21, 52349 Düren

Eintritt frei

Die extreme Rechte im Kreis Düren befindet sich im Wandel: Im August 2012 wurde
die neonazistische „Kameradschaft Aachener Land“ vom Innenministerium des Landes NRW verboten und aufgelöst. Der zeitweise sehr aktive NPD-Kreisverband Düren hat zum Ende des Jahres 2011 faktisch seine Aktivitäten eingestellt. Und doch ist die extreme Rechte auch im Kreis Düren weiter aktiv. Der Vortrag führt in das
Thema ein, zeichnet die Entwicklung der vergangenen Jahre nach und geht auf
aktuelle Aktivitäten im Kreisgebiet ein.

Vortrag und Diskussion mit Dominik Clemens M.A. (Köln)

Der Referent arbeitet in Projekten gegen Rechtsextremismus in Aachen und
Düsseldorf, publiziert zum Thema und gehörte von 2006 bis 2009 dem
Sprecher/innen-Kreis des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus
und Gewalt an.

Nach §6 VersG sind Mitglieder und Anhänger von rechtsextremen und rassistischen
Parteien und Organisationen sowie sonstige Störer von der Teilnahme
ausgeschlossen.

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Demonstration in Köln: Verfassungsschutz auflösen

Bündnisaufruf:

Samstag, 10. November 2012, 14:00 Uhr, Köln-Chorweiler

Das Bündnis “Verfassungsschutz auflösen!” ruft für den 10.11.2012 unter dem Motto “Verfassungsschutz auflösen – Rassismus bekämpfen!” zu einer Demonstration in Köln-Chorweiler vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auf.

Die VVN-BdA Aachen unterstützt diesen Aufruf. Hintergründe und Spendenaufruf auf der Seite der VVN-BdA Aachen.

Kundgebung und Demo:

Die Auftaktkundgebung beginnt um 14 Uhr auf dem Pariser Platz in Köln-Chorweiler.

Nach einem Live Auftritt von Feine Sahne Fischfilet hält die Antifaschistische Koordination Köln und Umland (AKKU) eine Rede. Im Anschluss findet auf der Bühne ein Interview mit Dr. Rolf Gössner (Rechtsanwalt/Publizist, Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte), Alexander Hoffmann (Rechtsanwalt) und Kutlu Yurtseven (Musiker) statt.

Danach sprechen migrantische Gruppen aus dem Bündnis „Verfassungsschutz auflösen – Rassismus bekämpfen!“. Zu guter Letzt tritt die Band Grup Yorum auf und stimmt auf die Demo ein. Anschließend startet die Demo in Richtung Bundesamt für Verfassungsschutz.

Anreise

Allgemeine Anreise-Infos:

  • Die S-Bahn (S11) fährt vom Kölner HBF von Gleis 11 um 13:14 Uhr Richtung Köln-Chorweiler.
  • KölnerInnen können Chorweiler außerdem noch mit der U-Bahn der Linie 15 erreichen. Diese fährt bspw. vom Rudolfplatz um 13:17 Uhr weiter zum Ebertplatz um 13:24 Uhr und ist 13:46 Uhr in Chorweiler.
  • Vom Düsseldorfer HBF fährt um 12:37 Uhr ebenfalls die S11 Richtung Köln-Chorweiler.
  • Anreisende aus dem Kreis Düren können sich bei der Antifa Düren melden

Während der Demo wird ein Ermittlungsausschuss (EA) aktiv sein. Der EA hilft während oder nach der Demo bei Konflikten mit der Polizei. Betroffene oder ZeugInnen können sich melden. Der Kölner Ermittlungsausschuss ist am Tag der Demonstration unter der Nummer 0221 – 9 32 72 52 zu erreichen.

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„Mutig für Menschenwürde“

Hinweis auf  zwei Veranstaltungen, verantwortlich: pax christi-Regionalgruppe Düren

im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade

Montag, 12. 11. 12 19.00 Uhr  im Evangelischen Gemeindehaus in Düren

Dr. Reiner Bernstein referiert zum Thema „Israel in Nahost“

Der Historiker, Publizist und Buchautor befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Judentum und dem Nahostkonflikt. „Wir sind davon überzeugt, dass die Gründung des souveränen Staates Palästina an der Seite des Staates Israel die einzige realistische Chance für die Regelung des Konflikts…..ist.“

Sein besonderes Augenmerk gilt der deutschen und europäischen Außenpolitik, die traditionell auf Initiativen aus den USA wartet.

Zu den europäischen Herausforderungen zählt er auch die nachdrückliche Unterstützung der Friedensgruppen im Nahen Osten.

(Eine Veranstaltung der ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich, Gebühr 5 €)

Donnerstag, 15. 11. 12  19.00 Uhr  im Papst-Johannes-Haus Düren

Magdalene Schwan-Storost spricht zum Thema

„Auf schmalem Grat – Als Menschenrechtsbeobachterin im Westjordanland“

 Als aktives Mitglied von amnesty international beschäftigt sich die Referentin seit 30 Jahren mit Verstößen gegen die Menschenrechte in der ganzen Welt.

Sie reiste nach Syrien und in den Libanon und war zuletzt für drei Monate als Beobachterin an sieben Orten in der von Israel besetzten Westbank. Für sie war es besonders wichtig, dass sie in dieser Zeit den Alltag der Palästinenser(innen) teilen konnte. So konnte sie erleben, welchen Belastungen durch die Besetzung die Menschen dort täglich ausgesetzt sind. Sie erlebte Gewalt und Drangsalierungen durch die Willkür israelischer Soldaten und jüdischer Siedler, zudem immer wieder Vertreibungen und Häuserzerstörungen. „Wenn es um die Einhaltung  der Menschenrechte und die Prinzipien des humanitären Völkerrechts geht, halte ich die Position der Unparteilichkeit – ohne neutral zu sein – für richtig.“

(Eine Veranstaltung der Regionalgruppe Düren von pax christi und der Dürener Gruppe von amnesty international)

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SDAJ ruft zur Demonstration in Aachen auf

– für ein Verbot des Naziaufmarschs in Stolberg

„Mehrere Gruppen und Einzelpersonen haben sich in einem offenen Brief an Polizeipräsident Oelze gewandt, um diesen aufzufordern den Naziaufmarsch in Stolberg zu verbieten. Die Chancen dazu sind da und müssen nur genutzt werden. Denn dieser Aufmarsch wurde nicht nur durch die Kameradschaft Aachener Land (KAL) angemeldet, sondern auch maßgeblich vorbereitet. Genau diese Bedingungen führten in Dortmund zum Verbot des revanchistischen Aufmarsches der Neofaschisten am 01. September.

Es ist an der Zeit dass auch in Aachen konsequent gegen Nazis vorgegangen wird, der Schutz faschistischer Aufmärsche und Aktionen muss endlich ein Ende finden. Wenn die Polizeibehörde weiterhin bei ihrer Akzeptanzpolitik bleibt, wird der Schlag gegen die Nazis durch das Verbot der KAL nur eine kurze Erfolgsaussicht bieten. Jetzt muss alle Faschisten der Aktionsrahmen genommen werden.

Wir rufen alle auf sich uns am 05. Dezember 2012 anzuschließen und gemeinsam mit uns gegen die Ignoranz der Polizeibehörde und gegen die Zensur in der örtlichen Presse zu demonstrieren.

Treffpunkt: 18 Uhr – Elisenbrunnen“

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Demo in Kelz wird verschoben

Zur geplanten Demonstration am 17.11.2012 in Vettweiß/Kelz teilt die Antifa Düren mit:

Der von uns vorgesehene Termin für die Antifademonstration am
17.November in Vettweiß/Kelz ist aus organisatorischen
Gründen leider nicht haltbar. Auf dem letzten Vorbereitungstreffen
haben wir beschlossen im Jahr 2013 einen neuen Termin
für die Demo fest zu legen. Voraussichtlich Februar/März. So wie
der Termin feststeht geben wir euch Bescheid und werden
diesen auf den Internetseiten http://17november2012.blogsport.de und
http://antifadueren.blogsport.de/ veröffentlichen. Da sich auch dann
die Frage der Finanzierung der Demo stellt, bitten wir
weiterhin um Spenden. Sendet diese bitte unter dem Stichwort
Kelz auf das Konto der VVN-BdA Aachen bei der Postbank
BLZ 50010060;
Kontonummer 159 62-605
Der freie Journalist Michael Klarmann twitterte dazu gestern um 01.16 Uhr: „Aus organisatorischen Gründen hat offenbar die Antifa eine Demonstration gegen Rechtsextremismus in Vettweiß-Kelz gekippt und auf 2013 verschoben. Zumindest geht dies aus einer Rundmail hervor. Der Protest am 17.11. sollte sich gegen den ehemaligen „Kameradschaftsführer“ der KAL richten, der in dem kleinen Ort laut Antifa Räumlichkeiten zu einer Art „Braunes Zentrum“ ausbauen will. Ungeachtet dessen planen Rechtsextremisten auf besagtem Anwesen für dasselbe Wochenende offenbar ein gemeinschaftliches Grillen. [© Klarmann]“

Weitere Termine zu den Antifaschistischen Aktionstagen bleiben wie angekündigt:

Informationsveranstaltung am 07.11.2012 ab 19.00 Uhr im KOMM Düren August-Klotz-Straße, Thema: „80 Jahre Antifaschistische Aktion“ mit dem Referenten Bernd Langer.

Kundgebung 16.11.2012 ab 15.00 Uhr in Düren auf dem Kaiserplatz

(siehe: http://antiwamper.blogsport.de)

Kundgebung am 18.11.2012 ab 9.00 Uhr in Hürtgen

(siehe: http://Vossenack.blogsport.de) B 399 von Düren kommend in Richtung Vossenack auf der linken Seite gegenüber dem Parkplatz des Friedhofes Hürtgen. Dort ist ein Feldweg auf dem Autos geparkt werden können.

Menschen die nicht mit dem PKW anreisen bitte bei der Antifa Düren melden, da es schwierig ist dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin zu kommen.

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Information über das Projekt: ENGEL DER KULTUREN

Einige von Euch/Ihnen konnten den ersten Termin bzgl. der Information über unser Projekt: Engel der Kulturen nicht wahrnehmen. Daher möchten wir zu einer weiteren Informationsitzung herzlich einladen am

Dienstag, 30. Oktober, 19.00 Uhr im Papst Johannes Haus (Annakirche)

Wenn wir das Projekt am 27. September 2013 in Düren starten wollen, brauchen wir viele aktive MitstreiterInnen.

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Verein aus Golzheim bekommt Sonderpreis gegen Rechts

Radio Rur vor 2 Stunden:

„Für einen noch jungen Verein aus Merzenich-Golzheim wird ein Sonderpreis, von einer der größten Versicherungsgruppen Deutschlands geschaffen. Die IG Golzheim aktiv bekommt den Sonderpreis für Konsequenz der Generali Deutschland. Durch ihren Rückzug aus dem Wettbewerb „deutscher Engagementpreis“, hätten die Vereinsmitglieder ein Zeichen gegen Rechts gesetzt, heisst es vom Sponsor. Es hatte sich rausgestellt, dass Rechtspopulisten im Internet dazu aufgerufen hatten für den Verein aus Merzenich-Golzheim abzustimmen, um einem anderen Bewerber (der sich tatsächlich gegen Rechts stark macht) zu schaden. Die 150 Mitglieder große IG Golzheim engagiert sich altersübrgreifend u.a. für ihre Nachbarn.“

Die Redaktion gratuliert!

Hierzu auch der Artikel in der Dürener Zeitung von Sarah Maria Berners

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