Interview in den Dürener Nachrichten am 15. Februar

„Guten Draht zu jungen Leuten”

Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt besteht seit fünf Jahren. Interview mit Ludger Dowe und Gunter Derichs vom Sprecherkreis. „Einen Mitmach-Effekt erreicht.“

Knapp 1000 Menschen sind vergangene Woche durch Düren gezogen, um gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt zu demonstrieren. Anschließend hat in der Marienkirche die Vollversammlung des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt stattgefunden. War die Veranstaltung ein Erfolg? Und wo möchte das Bündnis seine Schwerpunkte für die Zukunft setzen. Fragen, die „DN“-Mitarbeiterin Sandra Kinkel im Gespräch mit Ludger Dowe (72) und Gunter Derichs (68) vom Sprecherkreis des Dürener Bündnisses besprochen hat.

Waren Demonstration und Vollversammlung für Sie ein Erfolg?

Ludger Dowe: Durchaus. Wir waren beim Losgehen 600 Menschen, und im Laufe der Demonstration sind es immer mehr geworden. Zum Schluss waren es fast 1000 Teilnehmer. Bei unserer Versammlung war die Marienkirche mit 800 Leuten voll besetzt. Sehr schön war zum Beispiel, dass die komplette Mannschaft von Evivo Düren mit ihren Trainern bei uns zu Gast war. Gunter Derichs: Es war sehr gut, dass Menschen ganz unterschiedlicher Generationen an der Demonstration teilgenommen haben. Das hat allen gezeigt, dass man keine Angst zuhaben braucht, an so einer Demo teilzunehmen und durchaus auch Kinder mitnehmen kann.

Wie bewerten Sie die aktuelle Situation hinsichtlich Rechtsextremismus in Düren?

Derichs: Es macht uns Sorge, dass Rene Laube, Ingo Haller und Rene Rothanns, die ja nicht mehr zur NPD gehören, in Düren eine eigene Wählergruppierung gründen möchten und auch gesagt haben, dass ihnen die NPD in Düsseldorf nicht extrem genug ist. Da muss man sehen, wie sich das entwickelt.

Dowe: Grundsätzlich kann man sagen, dass es in den vergangenen Monaten relativ ruhig gewesen ist. Es gab keine rechten Aufmärsche, wohl aber immer wieder einige Schmierereien.

Was hat das Bündnis seit seiner Gründung erreicht?

Derichs: Eine Demonstration mit 1000 Teilnehmern zeigt deutlich, dass wir in Düren als Gruppe wahrgenommen werden, die gewaltfrei gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Gewalt kämpft. Wir haben sicher bei der Bevölkerung einen Mitmach-Effekt erreicht. Und es ist uns gelungen, auch die Migrantenvereine in Düren mit ins Boot zu bekommen.

Als das Bündnis vor fünf Jahren gestartet ist, haben Sie sich vorgenommen, viel Arbeit in den Schulen zu leisten. Mein Eindruck ist, dass das in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen hat.

Dowe: Der Eindruck ist falsch. Wir gehen in die Schulen, wenn das gewünscht wird und sprechen mit den Schülern. Außerdem unterstützen wir regelmäßig auch Schulveranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus finanziell.

Derichs: Durch Jo Ecker und seine hervorragende Aktion „Fußballvereine gegen Rechts“ kommen wir auch durch den Sport an die Jugendlichen ran.

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: Das Durchschnittsalter im Bündnis-Sprecherkreis liegt durchaus im höheren Bereich.

Derichs: Ohne Zweifel, aber den jüngeren Leuten fehlt einfach die Zeit, mitzuarbeiten. Trotzdem glaube ich aber, dass wir vom Sprecherkreis noch einen guten Draht zu den jungen Leuten haben. Das merke ich zum Beispiel, wenn ich vor Schulklassen stehe.

Ist die Dürener Antifa bei der Vollversammlung aus dem Bündnis ausgetreten?

Derichs: Nein, die Antifa lässt ihre Mitgliedschaft im Bündnis derzeit ruhen. Dowe: Die Antifa hat in einen Schreiben und auch in einen Statement bei der Vollversammlung am Freitag verschiedene Punkte an der Arbeit des Bündnisses kritisiert. Über diese Kritik werden wir im Sprecherkreis in unserem nächsten Treffen nach Karneval diskutieren und den Mitgliedern der Antifa danach unsere Ergebnisse mitteilen. Dann müssen wir sehen, wie sich die Zusammenarbeit weiter gestalten.

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Aufruf zur Schweigeminute

Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12.00 Uhr

Gemeinsamer Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt.
Der Link zeigt den kompletten Text zum Aufruf:
Aufruf-zum-Gedenken-an-die-Opfer-rechtsextremistischer-Gewalt-2

Daten und Fakten zu diesem Aufruf zeigt die umfangreiche Broschüre „Hintergrund“:
08-02-12 Zahlen Daten Fakten Schweigeminute

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Unsere Demo als Tagesthema

im Stadt-TV

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Sehenswert!

Susanne Rössler im Stadt – TV, Gespräch mit Ute Pietschmann

AN-online.de vom 10.02.2012: 600 Menschen demonstrieren in Düren gegen „braunen Terror“

AZ-web.de vom 10.02.2012: Demo: 600 Menschen setzen ein Zeichen gegen braunen Terror

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Gemeinsam für „bunt ohne braun“

Nahezu 1000 Dürener Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am Demonstrationszug „Stoppt den braunen Terror“. Frauen und Männer, Alte und Junge, Gruppen und Vereine, Politiker und Migrantengruppen, sie alle setzten am 10. Februar in Düren ein deutliches Zeichen für Toleranz, Gewaltlosigkeit und Dialog.

Ausführliche Berichte folgen.

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Neues Aktionsbündnis in Eschweiler

Viele Gruppen, Vereine und Einzelpersonen die sich dem Aktionsbündnis „Eschweiler Nazifrei“ angeschlossen haben planen für das Wochenende um den 31. März einen umfangreichen Aktionstag. (Mehr Info im Artikel der an-online)
http://www.aachener-nachrichten.de/sixcms/detail.php?template=an_detail&_wo=mailing&id=2071172

Am Donnerstag, 23 Februar wollen sich alle mitwirkenden Gruppen und Einzelpersonen zwecks intensiverer Planung im Rathaus der Stadt Eschweiler treffen.

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Informative Broschüre „Keine Räume für Nazis“

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (IBS) im NS-DOK der Stadt Köln, die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr), der DEHOGA Nordrhein, der Ver.di-Bezirk Köln und der NGG Region Aachen und Region Köln haben einen Ratgeber zum Umgang mit Anmietungen durch extrem rechte Gruppen erstellt.
Diese Handreichung gibt Ratschläge, was Vermieterinnen und Vermieter tun können, um zu verhindern, das rechtsextreme Gruppen Räume anmieten.

Die umfangreiche Broschüre „Keine Räume für Nazis“ kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://koeln-bonn.dgb.de/-/KHy

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Demonstrationszug am 10. Februar

Die Flyer und Plakate sind verteilt. Jetzt ist nur noch Mundpropaganda nötig um möglichst viele Menschen zur Teilnahme am Demonstrationszug zu bewegen.

Die Teilnehmer sollen alles mitbringen was Lärm macht, z.B. Trommeln, Rasseln, Flöten und Tröten, um dem Zug die nötige Aufmerksamkeit auf seinem Weg durch die Straßen zu verschaffen.

 

 

 

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Unterschriften zur Solidarität

Viele haben sich gemeldet zur Unterzeichnung unseres Aufrufs. Nicht alle können aus Platzmangel im Flyer berücksichtigt werden. Wir sammeln aber weiter auf der Homepage.

Die Unterzeichner rufen alle Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Kreis Düren, Parteien, Vereine, Kirchen, Moscheen, Schulen und andere Institutionen auf, Solidarität mit den hier lebenden Einwanderern unterschiedlicher  Herkunft  zu bekunden.

Unterschriften im Flyer:

Paul Larue, Bürgermeister – Wolfgang Spelthahn, Landrat – Oliver Krischer, MdB – Liesel Koschorreck, stellvertr. Landrätin – Dietmar Nietan,MdB – Hans-Otto von Danwitz, Regionaldekan – Jens Sannig, Superintendent – Verena Schloemer – Türkisch-Islamischer Kulturverein e.V (DITIB-Moschee) – Alevitische Gemeinde Düren und Umgebung e.V. – Caritasverband für die Region Düren-Jülich e.V. – Verein für die Integration maghrebinischer Frauen e. V. – Fortbildungs- und Kulturzentrum muslimischer Frauen Amal & Aman Düren e. V. – Islamforum Düren – Peter Koschorrek – hortus dialogus e. g .V. – Petra Bayer – Gudrun Greiling – Frank Taufenbach – Fussballvereine gegen RECHTS – Unser Merken gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt – Türkischer Eltern-, Sozial- und Kulturverein e.V. – Marokkanischer Jugend- und Kulturverein e.V. – SG Türkischer S.V. 69 / 84 e. V – Trabzonspor Fan- und Kulturverein e.V. – Ideal Bildungsverein e.V. – Stadtteilvertretung Nord-Düren – Dürener Spielverein 1906 e.V. – Katja Gronsfeld – Werner Pelzer – Katholische Pfarre St. Lukas – Region Düren im Bistum Aachen – Mouvement  Culturel  Ban’Afrika  International (MC BAFI) – Astrid Dammers – Clara-Fey-Gymnasium – Wirteltorgymnasium – Burkhard Giesen – Wolfgang Floß – Tanz-Kultur-Kreis Regenbogen e.V. – Elke Bailly – Hans Willi Bailly – Josef Krischer – IG Metall im Kreis Düren – Initiativgruppe „Stolpersteine in Düren“ – Dürener Geschichtswerkstatt – Jugend- und Kulturzentrum Düren – Pax-Christi-Regionalgruppe Düren – Konstanze Weber-Hürter – DGB Region NRW Süd-West – Windhunde mahnen zum Frieden e.V. – Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. – Ballspielverein Gey 1911 e.V. – Bündnis 90/DIE GRÜNEN (Düren, Nideggen ,Jülich) -.Claudia Goldmann – Kevin Goldmann – Heinz-Josef Biste – Regina Lehnen – Addy Clemens – Stadtbücherei Jülich – Josef Kranz – Unabhängige Wählergemeinschaft Kreis Düren –  Karin Carl-Stinner – Silke Strunk – Evangelische Gemeinde zu Düren – Pfarrer Martin Gaevert – Pfarrerin Karin Heucher – Pfarrerin Simone Lehnert – Pfarrer Erhard Reschke-Rank – Pfarrerin Susanne Rössler – Pfarrer Stephan Schmidtlein – Pfarrerin Vera Schellberg – Pfarrer Dr. Dirk Siedler – Pfarrerin Irene Weyer  – Ulf Opländer – KOSAF e.V. – Andrea Kames – Georg Kames – Claudia Veith – Helga Reyhani – Hella Rehfisch – Bernhild Danket – Günter Wassong – Marcus Seiler – Günter Seiler – Alodo. L´union fait la force – Arbeitskreis Asyl e.V. Jülich – Grüne Jugend Düren – Judith Meyer – Wellenbrecher e. V. – Afrikanischer Frauenverein e. V. – SPD Stadt Kreis Düren – DTV evivo düren – Arbeitslosenzentrum Düren e.V. – Irakkurdischer Sport- und Kulturverein – SV Nörvenich 1919 e.V. – Anne-Frank-Gesamtschule Düren – Die Linke, Stadt- und Kreisverband Düren –  Karl-Georg Steffens – Astrid Hohn –  Sprecherkreis des Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt

Ergänzende Unterschriften auf der Homepage:

Richard Halver – Roland Döring – Hermann Heuser – Andreas Schneider – Rurtalgymnasium Düren – Monika Claßen – Katja Bäcker – Rolf Neumann – Simone Schneider – Martina Kämmerling – Walter Amberg – Renate Lünser – Piratenpartei Düren – Wort des Glaubens Gemeinde/Word of Faith Ministries – Thomas Rachel MdB

Stand 09.02.2012

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Von NRW nach Dresden

Die Kartenpreise für den Bus aus Aachen sind jetzt bekannt: Ermäßigt 15,- / Normalpreis 20,- / Soliticket 25,- Euro Jetzt schnell die Karten bestellen und Kontakt-Mailadresse angeben. Wenn der Bus voll ist, gibt es keine weiteren Tickets mehr. Kartenvorbestellungen unter: 0241-9906825-0 (ggf. AB) oder andrej.hunko@wk.bundestag.de
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