Aktuelle Links-News Dezember 2008

Nach langer Zeit noch einmal einige LinkNews:

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Hinweis: „Vereine stark machen“ in Aachen

Hinweis: Das Bündnis für Demokratie und Toleranz macht aufmerksam auf den Kongreß „Vereine stark machen“ am 30./ 31. Januar 2009 in Aachen.

Gesucht werden hierzu u.a. noch:

  • (Jugend)Trainer/innen, Vorstandsmit­glieder, Übungsleiter/innen, Schiedsrichter, Spieler, Sicherheitsbeauftragte und andere engagierte Ehrenamtliche aus Fußball-Amateurvereinen
  • Multiplikatoren und Vertreter zivilgesellschaftlich engagierter Gruppen und Institutionen

um gemeinsam Handlungsstrategien für Fair Play auf und neben dem Platz zu entwickeln.

Den Flyer dazu gibt es hier als PDF.

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Julius-Hirsch-Preis für Fußballvereine gegen Rechts

Aus der DFB-Pressemitteilung vom 20.10.2008:

(…) Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verleiht den Julius-Hirsch-Preis 2008 am 19. November in Berlin an drei Initiativen aus Düren, Leipzig und Bremen, die sich nachhaltig gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt haben. Diese Entscheidung fällte die Jury des Julius-Hirsch-Preises unter der Leitung von Bundesinnenminister a. D. Otto Schily auf einer Sitzung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.

Erster Preisträger ist die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ aus Düren. Das bereits 2001 initiierte Projekt erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Otto Schily übergibt den Julius-Hirsch-Preis an Jo Ecker
Otto Schily übergibt den Julius-Hirsch-Preis an Jo Ecker
Quelle: dfb.de, Große Version

Den zweiten Platz vergab die Jury an die in Leipzig beheimatete Faninitiative „Bunte Kurve“. Die Anti-Diskriminierungskampagne von Werder Bremen, ein Kooperationsprojekt des Vereins mit dem Bremer Fan-Projekt und dem Dachverband der Bremer Fan-Clubs, wurde auf den dritten Platz gewählt. Die Initiativen aus Leipzig und Bremen erhalten ein Preisgeld von 6000 bzw. 4000 Euro für ihre anti-rassistische Arbeit. Aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen erkannte die Jury den Preis erstmals in abgestufter Platzierung gleich drei Bewerbern zu. Dieses Verfahren ist auch künftig so vorgesehen.

Der Preis in Erinnerung an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 bis 1943) war vom DFB im Jahr 2005 als eine Konsequenz aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Rolle des Verbandes in der NS-Zeit gestiftet worden. Er zeichnet den Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus.

Der Jury gehören neben Schily, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Dr. Thomas Bach, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), auch Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Prof. Maria Böhmer, die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, sowie Vertreter der Kirchen und der Familie Hirsch an.

Die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ wurde 2001 von Jo Ecker, seinerzeit D-Junioren-Betreuer des FC Niederau 08, in Reaktion auf fremdenfeindliche Erfahrungen mit seiner Mannschaft ins Leben gerufen. Sofort wurde eine Internetseite installiert, auf der sich bislang mehr als 700 Vereine, Verbände und Fan-Clubs öffentlich gegen Rechts positioniert haben. 2006 war die Initiative an der Gründung des „Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ beteiligt. 2007 führte sie Benefizspiele und Turniere gegen Rechts durch. Aktuelles Projekt der Initiative ist die Aktion „Schild gegen Rassismus und Gewalt“.

Bereits seit längerem engagiert sich auch die Leipziger Faninitiative „Bunte Kurve“ gegen Rassismus. Ausgangspunkt des Projekts war der Einsatz für den nigerianischen Spieler Adebowale Ogungbure vom FC Sachsen Leipzig, der sich 2006 fremdenfeindlichen Beschimpfungen ausgesetzt sah. Mittlerweile findet das Engagement seinen Ausdruck in kreativen und nachhaltigen Aktionen. Dazu gehörte 2006 ein integratives Fußballturnier unter dem Motto „Football Unites“ und 2008 ein internationales Mädchenfußballcamp. Ein Trikotsponsoring der besonderen Art initiierte die Gruppe in der Saison 2007/2008 mit der zweiten Mannschaft des FC Sachsen Leipzig: Deren Trikot zierte das Motto „Für Fußball – gegen Rassismus und Diskriminierung“

Von beeindruckendem Umfang sind auch die Maßnahmen der Anti-Diskriminierungskampagne, die Werder Bremen gemeinsam mit Fanprojekten und -initiativen durchführt. Mehr als 20 Einzelprojekte umfasst ein koordiniertes Maßnahmenpaket, das Schwerpunkte auf Wertevermittlung und Sensibilisierung, aber auch auf Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit setzt.

Auf der Website des DFB gibt es außerdem ein Video von der Preisverleihung.

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Neonazis und Rechtsextremisten

Veranstaltung der Kreis VHS mit dem Dürener Bündnis gegen Rechts  in Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde Kreuzau

Die rechtsextreme Szene in der Region Aachen und Düren gilt seit Jahren als eine der aktivsten in NRW. NPD- und DVU-Männer sitzen in Fraktionsstärke im Stadtrat von Stolberg. Die Bundes-NPD feierte ihren 40. Geburtstag in Stolberg mit 300 Gästen. NPD und „Kameradschaften“ organisierten mehrere Konzerte und Treffen in der Region. Seit dem Jahr 2002 kam es in Stolberg, Aachen, Düren, Erkelenz und auf dem Soldaten-friedhof Vossenack zu rechten Aufmärschen. Die NPD trat 2007 in Aldenhoven mit einem Direktkandidaten zur Bürgermeisterwahl an und errang 3,2% der Stimmen.

Der Aachener Journalist Michael Klarmann (Aachener Nachrichten, Blick nach Rechts u.a.) hat über Jahre zur rechten Szene recherchiert und informiert über die Strukturen von NPD und „Kameradschaften“,die rechte Jugendkultur und Rechtsrock.

Termin:    Do, 05.02.09,  19.00 Uhr

 Leitung:   Michael Klarmann

 Ort:         Kreuzau, Evang. Gemeindehaus, Heribertstr. 5

 Anm.:      bei der Kreis VHS, Herrn Bergheim, 02421-2228 28

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„Es gibt kein Recht auf Pogrom“ – Widerstand gegen den Nazi-Aufmarsch zum 70. Jahrestag der Pogromnacht in Aachen

Axel Reitz, einschlägig vorbestrafter Neonazi aus Köln plant für den den 8. November einen Aufmarsch in Aachen. Das perfide Motto am Vortag des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht: „Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer!“. Reitz, einer der bekanntesten Aktivisten aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften und glühender Hitler-Verehrer, ist führender Aktivist des extrem rechten Netzwerkes Widerstand West und Mitbetreiber der Internet-Plattform Aktionsbüro Westdeutschland. Erst vor kurzer Zeit aus der Haft entlassen – Reitz wurde auf Grund antisemitischer Parolen wegen Volksverhetzung verurteilt – bemüht er sich wieder um den Rang des Hauptorganisators der Neonazi-Aufmärsche in NRW.

Gegen diese braune Provokation regt sich vielfältiger Widerstand: Von verschiedenen Organisationen wurden inzwischen sechs antifaschistische Gegenkundgebungen / Demonstrationen angemeldet. Um 10 Uhr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) zu einer Kundgebung unter dem Motto “ Es gibt kein Recht auf Pogrom – Für ein Verbot aller Naziorganisationen“ am Aachener Bahnhofsvorplatz auf. Unterstützt wird der Aufruf von verschiedenen weiteren antifaschistischen Gruppen und Organisationen. Im Text heißt es: „Reitz hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen das Verbot einzulegen. Die deutsche Justiz hat den Nazis bislang schon oft den Weg freigemacht. Vertrauen wir auf die eigene Stärke. Kommt alle zum Hauptbahnhof. Nazis, die in Aachen die Pogromnacht 1938 feiern, das geht nicht, niemals!“

Auch die Gewerkschaften mobilisieren zu einer Gegenveranstaltung: Unter dem Motto „Wir sind Aachen – Nazis sind es nicht“ ruft der DGB Region NRW Süd-West zu einer Kundgebung um 12 Uhr auf dem Marktplatz auf. Anschließend soll eine Demonstration zum Synagogenplatz stattfinden.

Das Dürener Bündnis unterstützt die vielfältigen Proteste gegen die Neonazis und ruft dazu auf, sich an den verschiedenen Demonstrationen und Kundgebungen in Aachen zu beteiligen.

Aktuelle Informationen zu den Anti-Nazi-Protesten gibt es im Web u.a. auf http://akantifaac.blogsport.de/ und http://www.buendnis-gegen-rechts-ac.de/

sowie http://www.antifa-dueren.org/cms/pressespiegel/pressespiegel/

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„Ein deutsches Herz – Die Texte des Kommandanten von Auschwitz“

GREGOR LAWATSCH  ein Bühnenmonolog

KOMM Düren, Donnerstag, 20. November, 19.00 Uhr

„Ein Deutsches Herz“ zeigt das erstaunliche Bedürfnis eines SS-Täters, sich uns zu erklären. In einem skurrilen „Ringen“ um Selbsterkenntnis und Wahrheit offenbart sich das Leben und Morden des Kommandanten von Auschwitz als ein Gruselstück der Normalität, zwischen Grauen und Einfalt, Schrecken und Alltäglichkeit, Arroganz und menschlicher Leere. Näher als in der Konfrontation mit diesen Aufzeichnungen werden wir den NS-Tätern, jenen „Gespenstern des Bösen“, die seit 60 Jahren durch das Unterbewußtsein der Generationen geistern, nicht mehr kommen“.
 

Anschließend ist ein Gespräch unter der Leitfrage „Was machen wir mit dem Nazi-Erbe?“ vorgesehen.

Die Aufführung erfolgt in Kooperation mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt.

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Fußballer und Nicht-Fußballer setzen ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt

Im Vorfeld ihres Aufeinandertreffens in der Meisterschaft der Kreisliga B beteiligten sich die Mannschaften vom SV 1919 Rödingen-Höllen und dem SV 1919 Siersdorf an der „Großen Fotoaktion gegen Rassismus und Gewalt“ der Dürener Initiative „FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS“.Der Vorstand des SV 1919 Rödingen-Höllen nahm dies zum Anlass, an ihrem Vereinsgelände ein Schild der Initiative mit der Aufschrift „KEIN PLATZ FÜR GEWALT UND RASSISMUS“ anzubringen, um somit deutlich zu machen, dass in Rödingen rechtes Gedankengut keine Chance hat.

Der SV Jülich 1912 hat ebenfalls ein solches Schild im Eingangsbereich aufgehängt.

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Vor ihrem Aufeinandertreffen in der Bezirksklasse 3 nahmen die beiden Mannschaften Hilal Maroc Bergheim und Frankonia Broich an der Großen Fotoaktion der Dürener Initiative „FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS“ teil und setzten ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt im Fußballsport. Das anschließende Spiel der beiden Mannschaften wurde fair und sportlich ausgeführt.

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Nicht nur Fußballer…

Auch Vereine außerhalb des Fußballs haben um ein Schild „KEIN PLATZ FÜR GEWALT UND RASSISMUS“ angefragt und dieses schmückt jetzt das Vereinsheim der Sportschützen Langerwehe 1954 e.V.

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Beide Aktionen laufen nach wie vor weiter. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, möchte sich unter „gegen.rechts@arcor“ de melden.

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Zum aktuellen Stand der rechtsextremen Szene bei Jugendlichen allgemein und der lokalen Szene in Stolberg

Informationsveranstaltung von Herrn Dr.Grumke, Verfassungsschutz NRW und von Herrn Klarmann, Journalist in

Stolberg, Museum Zinkhütter Hof

Donnerstag, 23.Oktober 08 , 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

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Rundbrief 6 (Oktober 2008)

Der neue Rundbrief setzt sich speziell mit dem 9. November – einem denkwürdigen Datum für Deutschland – auseinander.

Download als PDF: Rundbrief Nr. 6

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„Fight Fascism 8“ – Open-Air gegen Rechts

fight fascism 8 – Kundgebung und Konzert am 11. Oktober 2008, 14:00 Mühlener Markt, Stolberg (Kreis Aachen)

Das 8. antifaschistische Konzert „fight fascism“ in Stolberg sollte am 30. August im Jugendheim Münsterbusch stattfinden und mußte von den Veranstaltern (Gruppe Z u. Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen Aachen) abgesagt werden, weil die Stadt unerfüllbare Auflagen erteilte.

Nun holen die Organisatoren dieses Konzert als Kundgebung in der Form eines Open-Air-Konzertes nach. Damit soll zugleich gegen die Einschränkung antifaschistischen Engagements durch die Stadt Stolberg demonstriert werden.

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U.a. spielen die Bands „alerta!“ (Punkrock, Aachen), Ashtray (Stolberg) und Microphone Mafia.

Wichtig: Gemäß §6 VersG schließen die Veranstalter folgende Personen von der Teilnahme aus: NPD, DVU, Republikaner, KAL sowie Neonazis, Rechtsextreme Störer.

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