Wellenbrecher e.V., Büro Eifel und der Fachbereich Gewaltprävention führt am 10. November 2011 im Thomas-Esser-Berufskolleg in Euskirchen die Fachveranstaltung mit dem Journalisten Michael Klarmann zum Thema: „Verdeckt aber aktiv – Rechte Jugendszene in unserer Region“ durch. Dem Flyer GewaltprFachtagRechtsradi können weitere Einzelheiten speziell auch zu den Anmeldeformalitäten entnommen werden.
Fachveranstaltung für Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit
„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen…“
Der „Fall Sarrazin“ und der Rassismus in der Mitte der Gesellschaft
Heftig wird seit einem Jahr darüber debattiert, ob das Buch des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin rassistische und sozialdarwinistische Passagen enthält. Gestritten wird über die Grenzen der Meinungsfreiheit: Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland stellte das Ex-Vorstands-Mitglied der Bundesbank in die Traditionslinie der NPD, den Zentralrat der Muslime nannte Sarrazin gar einen „Nazi im Nadelstreifen“. Auch Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff schalteten sich in die Debatte ein.
Offenkundig trifft der Bestseller einen Nerv der öffentlichen Meinung: Zahllose Kommentare in den Internetforen und Leserbriefe zeigen, welch große Zustimmung Sarrazins Kritik an der deutschen Integrationspolitik und an „Multikulti“ – Konzepten erfährt.
Dieses prominente Beispiel wirft Fragen auf: Welche Aussagen sind als „rassistisch“ zu bewerten? Welche Verbreitung haben „ausländerfeindliche“ Positionen gerade in der so genannten Mitte der Gesellschaft? Und gibt es tatsächlich politisch korrekte Denkverbote in Deutschland?
Der Vortrag untersucht die Krise der politischen Kultur in Deutschland.
Der Referent Richard Gebhardt ist Politikwissenschaftler an der RWTH Aachen und freier Journalist. – Mit Dominik Clemens (Düren) hat er den Sammelband „Volksgemeinschaft statt Kapitalismus – zur sozialen Demagogie der Neonazis“ publiziert.
Donnerstag, 20. Oktober, 19.30 Uhr im KOMM-Zentrum, August-Klotz-Str. 21
Antirassistisches Fußballturnier
Das Turnier wird in der Sporthalle am Tivoli stattfinden.
Es können sich alle Menschen anmelden, die gemeinsam gegen Faschismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie kämpfen wollen. Nazis, Rassisten und sonstige rechte Provokateure sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Open-Air-Kino
Neukölln unlimited
Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt und die Evangelische Gemeinde zu Düren zeigen den Film „Neukölln-unlimited“ im Innenhof der Evangelischen Gemeinde oder bei Regen im Saal.
Beginn ist um 21.30 Uhr und Imbiss ab 21.00 Uhr.
Der Film handelt von einer libanesischen Familie, die den Status der Duldung hat und ständig von Abschiebung bedroht ist.
Er wurde mit dem gläsernen Bär der Jury „Generation 14plus“ – Berlinale 2010 ausgezeichnet.
Da die Abende schon kühl werden, ist warme Kleidung angebracht!
„Erlebniswelt“ Rechtsextremismus
… auch für dich interessant?
Ein Workshop für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, die Interesse haben, sich mit den Themen Rechtsradikalismus und Demokratie zu beschäftigen!
Als Jugendliche seid Ihr eine wichtige Zielgruppe für Rechtsextreme. Mit Internet, Musik und Zeitschriften versuchen sie, Eure Aufmerksamkeit zu erreichen. Doch hinter der mo- dernen Verpackung verstecken sich nur die gleichen alten menschenverachtenden Ideolo- gien von NS-Verherrlichung, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit.
Der Workshop schaut hinter die Fassade, will Aufmerksamkeit erwecken, wesentliche Begriffe klären und insbesondere helfen, rechte Anwerbeversuche zu erkennen.
Dienstag, 20. September, 18.00 – 20.00 Uhr
Papst Johannes Haus, Annaplatz 10, Düren
Als Referent konnte Johannes Böing (Diplom Pädagoge) gewonnen werden, der durch seine Arbeit als Trainer für Demokratie und Toleranzentwicklung an der „Gewalt Akademie Villigst“ einen sachkundigen Einblick in die Thematik geben kann.
Nach §6 des VersG sind Mitglieder und Sympathisanten von rechtsextremen Parteien und Organisationen von der Teilnahme ausgeschlossen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei:
Bündnis gegen Rechtsextremismus und Gewalt Stadtjugendamt Düren
Arbeitskreis Jugend und Schule Telefon 02421/252177
Telefon 02421/54944 jugendarbeit@dueren.de
Fax 02421/503330
Aktiv gegen Rechts
Dritte Regionalkonferenz in der Europaschule Herzogenrath (Zufahrt über Geilenkirchener Straße; Euregiobahn August-Schmidt-Platz)
Schirmherrschaft: Christoph van den Driesch
Ziele der Regionalkonferenz sind:
Vernetzung der vorhandenen Initiativen
Vertiefung der Kenntnisse über Erscheinungsformen des Neofaschismus und der Rechtsentwicklung
Formulierung von Forderungen an Städte und Gemeinden
Austausch von Erfahrungen und Debatte über Widerstandsformen
10.00 Uhr Begrüßung durch den Schulleiter der Europaschule, Herrn Daniel Bick und dem Schirmherr der Konferenz: Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Herrn Christoph von den Driesch
Grußwort des Sprechers der Bürgermeister/-innen der StädteRegion Aachen, Herrn Prof. Dr. Willi Linkens.
10.30 Uhr Eingangsreferate mit anschließender Diskussion „Rechtspopulismus und Islamfeindschaft in Westeuropa“
Dr. Herbert Ruland- Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens), Karel Toussaint, Hogeschool Zuyd Sittard Niederlande, Richard Gebhardt (Institut für politische Wissenschaft RWTH Aachen) Moderation: Robert Esser, Aachener Zeitung
12.00 bis 13.00 Uhr Mittagspause
13.00 – bis 15.30 Uhr Arbeitsgruppen
Internationale Zusammenarbeit gegen Rechts ist nötig und möglich mit Bewegungen gegen Rechts aus der Region NL- B- D (Koordination Jens Wegener)
Geschlechterpolitik der extremen Rechten (Regina Wamper, Arbeitskreis Rechts beim Duisburger Institut für Sprach-und Sozialforschung)
Nach der Blockade ist vor der Blockade – Wie weiter in Stolberg? Koordination: Dominik Clemens, Autor des Buches über den „Mythos Stolberg“
Vernetzung lokale Geschichtsarbeit- Input: „Arbeit in und mit Archiven“ mit Thomas Müller Leitung: VHS Aachen
Meinungsfreiheit für die Nachwuchs- NSDAP? Neonazis im „Kampf gegen die Parteiendiktatur der Demokraten“ mit Michael Klarmann, Journalist
16.00 Uhr bis 17.00 Uhr Abschluss der Konferenz
Berichte der Arbeitsgruppen und Diskussion Schlusserklärung
Flyer Aktiv gegen Rechts
Fahrraddemo durch Aachen…
…antifaschistisch und antimilitaristisch
Treffen: 13:00 Uhr Synagogenplatz (bei Regen verdi-Haus Harscampstr. 20) , Aachen
Organisiert von: Gewerkschaft ver.di Aachen-Düren-Erft und VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Region Aachen
Die Fahrraddemo wird unterstützt von: Aachener Friedenspreis, Deutscher Gewerkschaftsbund – Region NRW Süd-West, AK Antifa Aachen, SDAJ
Tagung „Das Geschäft mit der Angst“
Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa
Rechtsaußenparteien versuchen mit Kampagnen gegen Moscheebauten, Minarette oder gegen das Kopftuch Zustimmung zu gewinnen. Im Fokus der Agitation stehen dabei Muslime, die als Projektionsfolie für eine imaginierte Gefahr durch eine vermeintlich „fremde Kultur“ dienen: Zugewanderte = Islam = Gewalt = Bedrohung lautet dabei die rassistische Gleichsetzung.
Auf der Tagung sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede rechtspopulistischer und rassistischer Formationen in Westeuropa analysiert werden. Insbesondere sollen dabei die islamfeindliche Propaganda und ihre Möglichkeiten und Grenzen vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses Gegenstand der Diskussion sein. Nicht zuletzt sollen städtische und zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Rassismus verglichen und Möglichkeiten gemeinsamer Handlungsstrategien diskutiert werden.
Einige regionale Workshopthemen:
Kommunale Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus und Muslimfeindlichkeit Kommunale Islamforen als Interventions- und Präventionsstrategie gegen Rechtspopulismus
hier: Kommunales Islamforum Düren
Aktivitäten gegen Rassismus und Diskriminierung in Köln
hier: Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung und Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen Köln
Fachtagung “extrem demokratisch?!”
Auswirkungen der Diskussion über Demokratie und Extremismus auf die politische und pädagogische Praxis
„Linksextremismus“, „Rechtsextremismus“ oder „Ausländerextremismus“ – alles gleich extrem? Für die einen dient der Extremismusbegriff als notwendige Abgrenzung einer „demokratischen Mitte“ gegenüber Bedrohungen durch Verfassungsfeinde. Anderen gilt er als Ausdruck autoritärer politischer Normierungsversuche. Zudem halten KritikerInnen den Extremismusbegriff für ungeeignet, um komplexe gesellschaftliche Realitäten zu beschreiben.
Was bedeuten diese unterschiedlichen Sichtweisen für die pädagogische Praxis? Muss Jugendarbeit ein Hakenkreuz oder ein Anarcho-Zeichen an der Wand als extremistische Seiten derselben Medaille gleichermaßen ernst nehmen? Wie soll Jugend(bildungs)arbeit darauf reagieren? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Kontroversen um den Extremismusbegriff auf die Förderung, Wahrnehmung und Anerkennung pädagogischer Arbeit? Und wie gehen KollegInnen in der Praxis mit diesen Herausforderungen um?
Ziel der kostenlosen Tagung in Königswinter: die inhaltlichen Voraussetzungen, Ansätze und Eigenschaften partizipativer Jugend(bildungs)arbeit für eine plurale Demokratie zu diskutieren.
Weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung AK-Ruhr-Tagung 2011 (pdf)
Um eine verbindliche Anmeldung bis zum 30. September 2011 per Mail oder Fax wird gebeten an:
Stefan Wosmann
Stadt Dortmund – Jugendamt, Respekt-Buro
swossmann@stadtdo.de
fax 02 31 / 50 10 125
Nationale Sinnstiftung oder vielstimmige Erinnerungen?
Tagung in Münster zur Vermittlung von „Geschichte“ in der Einwanderungsgesellschaft.
Gemeinsam mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel sowie dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA NRW) wird mobim (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln) die auch in der Beratungsarbeit immer wieder wichtigen Fragen nach dem “Lernen aus der Geschichte” auch in Bezug auf die Prävention von Rassismus und extrem rechten Handlungs- und Denkmustern aus einem etwas anderen Blickwinkel stellen.
Eingeladen sind alle Interessierten, v.a. MultiplikatorInnen aus der Bildungsarbeit, MitarbeiterInnen von Gedenkstätten und Erinnerungsorten sowie LehrerInnen.

