Rund 150 Gäste sind der Einladung des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt zu einem Demokratiefest gefolgt. Gemeinsam feierten sie Vielfalt, Toleranz und das seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Engagement des Bündnisses.
Bürgermeister Frank Peter Ullrich erinnerte in seinem Grußwort daran, dass in Düren Menschen aus 140 Nationen leben. Die Stadt stehe für Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander. Der stellvertretende Landrat Timur Bozkir hob hervor, dass die Existenz und Arbeit des Bündnisses angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen wichtiger denn je seien. Pfarrer Dr. Dirk Siedler dankte den Aktiven für ihren fast 20 Jahre währenden Einsatz.
Nach einigen Vortreffen 2006 wurde das Bündnis offiziell am 30. Januar 2007 aus den Protesten gegen die damals in der Region sehr aktive und später verbotene „Kameradschaft Aachener Land“ gegründet. Heute gehören ihm mehrere Hundert Einzelpersonen sowie mehr als 200 Verbände, Vereine und Gruppen an. Mit Demonstrationen, Bildungsangeboten, Kulturveranstaltungen und Aktionen wie „5 vor 12 – Zeit für Demokratie“ setzt es sich kontinuierlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt ein. Mitglied des Bündnisses ist auch die Initiative „Fussballvereine gegen RECHTS, die am Samstag, dem 12.09.26 ab 11.45 Uhr ihr 25-jähriges Bestehen auf der Sportanlage Birkesdorf feiert.
Auch musikalisch spiegelte das Fest die Vielfalt der Stadt wider. Im ersten Teil des Abends präsentierte der aus dem Iran stammende Violinist Alan Arif, begleitet von der Pianistin Natalia Schmidt, ausgewählte Stücke aus seinem umfangreichen, teilweise selbst komponierten Repertoire. Später sorgten „Coco Katastrophe und die Attentäter der Liebe“ für einen lauten und fröhlichen Abschluss. Kurzerhand wurden einige Tische beiseite gerückt und die Gäste tanzten gemeinsam.



